Blair nach Pakistan und Indien aufgebrochen
Kommentar: Konkrete Hilfe statt Druck

Tony Blair stapelt tief. Zwar ist der britische Premier in seiner Nebenrolle des ehrenamtlichen US-Außenministers nach Pakistan und Indien aufgebrochen - doch von einer Vermittlung im Kaschmir-Konflikt will er nicht reden. Zu Recht, denn in dem explosiven Streit der zwei Atommächte über die Behandlungen der "Terroristen" (Neu Delhi) beziehungsweise "Freiheitskämpfer" (Islamabad) in Kaschmir weisen alle Beteiligten Druck von außen heftig zurück.

Dennoch wird Blair, der sich zuvor mit US-Präsident Bush abstimmte, mehr machen, als nur Meinungen einholen. Denn auch wenn es sich um einen bilateralen Konflikt handelt, ist er von der globalen Anti-Terror-Politik nicht zu trennen - die eben von Bush und ein wenig auch von Blair bestimmt wird. Und wenn Druck auf die Streithähne nicht wirkt, stimmen sie vielleicht konkrete Hilfsangebote gesprächsbereiter. Eine stärkere Einbindung gerade Indiens zahlt sich auch für den Westen aus.

Georg Watzlawek
Georg Watzlawek
Handelsblatt Online / Ressortleiter Wirtschaft und Politik
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