Blick in die Zukunft
Hintergrund: Das Beige-Book

Regelmäßig veröffentlicht die US-Notenbank ihr "Beige-Book". Die Märkte erhoffen sich davon einen Ausblick auf die Entwicklung der Konjunktur.

Das "Summary of Commentary on Current Economic Conditions" der amerikanischen Notenbank, allgemein auch als "Beige-Book" bezeichnet, wird alle sechs Wochen beziehungsweise achtmal im Jahr veröffentlicht. Das Beige-Book stellt die wirtschaftliche Lage in den USA in Form von Eindrücken und Schlaglichtern dar. Die zwölf Notenbank-Distrikte wechseln sich bei der Erstellung des Beige-Books ab. Es wird jeweils vor einer Sitzung des Offenmarktausschusses veröffentlicht und dient diesem Gremium als Grundlage für die Entscheidungsfindung über die Zinspolitik der amerikanischen Notenbank.

Im Unterschied zu Europa werden in Amerika also nicht nur reine Zahlen und Statistiken für die Festlegung der Geldpolitik herangezogen, sondern "anecdotal evidence", das heißt Erfahrungsberichte der Wirtschaft in den einzelnen Notenbankdistrikten in den Wochen vor der Berichterstattung.

Die amerikanischen Notenbanker sind viel mehr in die regionale Wirtschaft eingebunden als ihre Kollegen in Europa. Die einzelnen Federal Reserve Banks haben tendenziell einen halbstaatlichen Charakter. Die Mitglieder werden aus der Wirtschaft in die Führungsgremien gewählt. Damit besitzen sie keinen Beamtenstatus und haben - aufbauend auf ihre Verbindungen zu lokalen Unternehmen - einen tiefen Einblick in die Wirtschaft.

Quelle: Commerzbank / ZPK-Wertpapierstrategie

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