Blitz löste Raketenfehlalarm auf Kanzler-Flug aus
Verteidigungsministerium schließt Fremdeinwirkung aus

Ein Gewitter hat einen Raketenfehlalarm auf dem Flug von Bundeskanzler Gerhard Schröder von Afghanistan nach Usbekistan ausgelöst.

wiwo/ap TASCHKENT/BERLIN. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte am Freitag in Berlin, ein Blitz habe vermutlich die Selbstschutzeinrichtung der Transall-Maschine aktiviert. Während des gesamten Fluges habe für den Kanzler, die Delegation und die Crew keine Gefahr bestanden.

Er habe erst später von dem Zwischenfall erfahren, sagte Schröder in Taschkent vor Journalisten. "Das war wohl ein Fehlalarm." In einer großen Box unter dem Transall-Flugzeug befinden sich nach Angaben des Sprechers Stanniolstreifen und Phosphorkügelchen, die bei Raketenalarm freigesetzt werden. Sie bewirkten, dass die Maschine auf Radargeräten verschwinde und Flugraketen abgelenkt würden. Die Gerätschaften seien so empfindlich eingestellt, dass es durchaus vorkomme, dass die Stanniolstreifen und Phosphorkügelchen ungewollt ausgestoßen würden. Der Pilot habe zu dieser Zeit eine Schlechtwetterfront umflogen.

Der Sprecher schloss eine Fremdeinwirkung etwa durch ein Zielradar aus. Auch sei die Kanzlermaschine zu keiner Zeit von den Radarbildschirmen verschwunden gewesen, betonte er.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%