Blix' Forderung offenbar erfüllt
Irak zerstört Raketen

Der Irak hat am Samstag fristgerecht die ersten vier seiner umstrittenen Al-Samoud-2-Raketen zerstört. Der für die Zusammenarbeit mit den Inspekteuren zuständige General Hossam Mohammed Amin sagte am Samstag im irakischen Fernsehen, die Verschrottung der ersten vier Raketen, die weiter als die von der UNO erlaubten 150 Kilometer fliegen, sei am Abend abgeschlossen worden.

HB/dpa BAGDAD/ANKARA. Ein Sprecher des Außenministeriums in Bagdad sagte, Waffenkontrolleure und Iraker hätten sich über einen "Zeit- und Arbeitsplan" für die Zerstörung der restlichen Al-Samoud-2-Raketen geeinigt.

Chefkontrolleur Hans Blix hatte den Beginn der Verschrottung von rund 100 Samoud-2-Raketen bis zum 1. März gefordert. Blix hat auch verlangt, dass alle Triebwerke, Komponenten, Treibstoffe und Baupläne der Raketen zerstört werden müssen.

Die USA hatten zuvor bereits erklärt, die Verschrottung der Raketen sei nicht ausreichend. Der Sprecher des Weißen Hauses, Ari Fleischer, hatte gesagt, vom Irak werde eine vollständige und keine stückweise Abrüstung verlangt. US-Präsident George W. Bush bekräftigte am Abend die Entschlossenheit der USA, den Irak vollständig zu entwaffnen. "Wir erlauben es diesem Diktator nicht, die zivilisierte Welt einzuschüchtern und zu erpressen", sagte Bush in seiner wöchentlichen Radioansprache. Papst Johannes Paul II. will in Kürze Kurienkardinal Pio Laghi nach Washington entsenden, um Bush doch noch umzustimmen.

Russland begrüßte die Zerstörung der Raketen. "Dies ist ein sehr wichtiger Beweis für die Zusammenarbeit Bagdads mit den Vereinten Nationen", sagte ein Sprecher des Moskauer Außenministeriums. Präsident Wladimir Putin sprach sich erneut für eine Verlängerung des Mandats für die Waffenkontrolleure aus. Der britische Außenminister Jack Straw sprach dagegen von einem "zynischen Trick" Saddam Husseins.

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