Blogschau
Wie „Hussein“ Obama zum Moslem macht

Kaum etwas wird in amerikanischen Internetforen in diesen Tagen so heiß diskutiert wie das Rennen um die Kandidatur zur amerikanischen Präsidentschaft. Waren Hillarys Tränen nur vorgetäuscht, um Stimmen zu fangen? Geradezu skurril sind die Gerüchte, die über Barack Obama kursieren. Eine Blogschau.

DÜSSELDORF. In Wahlkampfreden hatte Obama angekündigt, niemand sei so gut geeignet wie er, Amerika mit der muslimischen Welt zu versöhnen. Dies und auch sein zweiter Vorname, „Hussein“, wird ihm nun zum Verhängnis: Obama, so vermuten Beobachter im liberalen Forum » politico, sei ein Moslem. Sein Stiefvater habe ihn im islamischen Glauben erzogen, außerdem sei er in Indonesien auf Koranschule gegangen, in denen Prediger zum Hass auf Juden und alles Westliche aufrufen.

Andere Beobachter reagieren empört: Das Clinton-Lager habe diese Gerüchte in Umlauf gebracht, um dem Rivalen zu schaden. Ein Blogger schreibt: „Pssst... Barack ist kein Moslem. Sein Vater ist aus Kenia, seine Mutter stammt aus Kansas. Aber verrate es niemandem: Er ist praktizierender Christ.“

Bei den Gerüchten geht es hauptsächlich um Obamas familiären Hintergrund: So ist es umstritten, ob sein Vater selbst Muslim war oder nicht. Offenbar war sein Stiefvater aber muslimischen Glaubens. Obama selbst hatte die Religionszugehörigkeit seines Vaters lange Zeit gerne verschwiegen und betonte in Wahlkampfreden stets seine Zugehörigkeit zum Christentum.

Noch skurrilere Theorien vertreten einige Kommentatoren, ebenfalls auf » politico, in Bezug auf angebliche Verbindungen zwischen Demokraten und dem Kampf gegen den Terror. Ein Blogger meint hier, die Terrororganisation El Kaida wolle, dass die Amerikaner einen demokratischen Präsidenten oder eine Präsidentin bekämen, da Amerika so geschwächt werde. Dem hält ein anderer entgegen: „Wenn es zu einem erneuten Terrorangriff der El Kaida kommen sollte, brauchen wir Obamas Wissen über die muslimische Welt.“

Immer noch heftig umstritten ist Hillarys emotionaler Ausbruch in einer Veranstaltung kurz vor ihrem Sieg in New Hampshire. Auf eine Frage aus dem Publikum, wie es ihr gehe, hatte die Kandidatin scheinbar den Tränen nahe geantwortet, dass Politik kein Spiel und das alles sehr persönlich für sie sei. Im konservativen Blog » urbanconservative.com vermutet ein Kommentator, die Frage sei geplant gewesen, da Hillary die Gewohnheit habe, eigene Leute ins Publikum zu schicken sich verabredete Fragen stellen zu lassen: „Eine Szene wie aus einem Tränendrüsendrücker…Nette Strategie. Großartige Schauspielerin, schlechte Verliererin.“

Seite 1:

Wie „Hussein“ Obama zum Moslem macht

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%