Blue Chips fielen
Europäische Börsen sind durch US-Vorgaben belastet

Die europäischen Börsen sind am Mittwoch mehrheitlich leichter aus dem Handel gegangen. Händler machten die schwachen Vorgaben der Wall Street hierfür verantwortlich.

Reuters. Die europäischen Börsen sind am Mittwoch mehrheitlich leichter aus dem Handel gegangen. Händler machten die schwachen Vorgaben der Wall Street hierfür verantwortlich. Zum Schluss der europäischen Börsen lagen der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte um 1,45 % und der technologielastige Nasdaq-Index um 0,50 % im Minus. Beide Indizes zeigten sichz allerdings damit deutlich über ihren vorherigen Tagestiefständen.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz notierte zuletzt mit rund 4 702 Zählern 0,64 % niedriger als am Vorabend. Der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion fiel um 2,14 % auf rund 4 658 Punkte.

London - Begrenzte Verluste

Die Londoner Börse hat nach der Erholung der US-Börsen am Nachmittag mit begrenzten Verlusten geschlossen. Der FTSE verlor bis zum Handelsschluss 0,9 % auf 6 148 Punkte. Damit erholte sich der Markt von den in Folge der schwachen Wall Street-Eröffnung erlittenen deutlicheren Verlusten. Zu den Verlierern in London gehörten die Bank- und Technologiewerte. Logica büßten rund 12 % an Wert ein. Freeservce gaben um 11,4 % nach, während Baltimore Technologies knapp 13 % nachgaben. Deutlich zulegen konnten dagegen Sainsbury , die nach guten Zahlen 7,2 % auf 378-1/4 Pence stiegen.

Zürich - Schwergewichte stützen

Die Schweizer Börse hat Händlern zufolge auf Grund eines Schlussspurts erholt geschlossen. Der SMI legte um 0,3 % auf 7 638,3 Punkte zu. Der Handel sei in sehr hektischen Bahnen verlaufen, sagten Händler. Gestützt wurde der Markt von Nestle. Die Aktien des Unternehmens, das am Freitag einen Zwischenbericht vorlegen wird, legten um 2,8 % auf 3 650 sfr zu. Aber auch das Börsenschwergewicht Zurich Financial verbesserte sich um 2,1 % auf 867 sfr. Zu Gewinnern zählten auch Novartis , die von einer angekündigten Kooperation mit Bristol-Myers Squibb profitierten und um 1,1 % auf 2 700 sfr stiegen.

Paris - CAC40 schwach

In Paris präsentierte sich die Börse zur Eröffnung leichter. Gegen Mittag lag der CAC40 dann 1,6 % im Minus und baute die Verluste bis Handelsschluss auf ein Minus von 2,1 % auf 5 937,35 Zähler aus. Es gebe derzeit überhaupt keine Kaufimpulse, hieß es. Zudem belasteten Zinssorgen und die Aussicht auf weitere negative Geschäftszahlen. Alcatel büßte rund 8 % auf 69,50 Euro ein, während sich STMicroelectronics gegen den Trend stemmten und um 2,6 % auf 51,70 Euro zulegten.

Mailand - Mib30 setzt Abwärtstrend fort

Die italienischen Aktien haben ihren Abwärtstrend der vergangenen Tage fortgesetzt. Der Mib30 verlor 0,3 % auf 44 080 Punkte. Händlern zufolge gab es zuwenig eigene Impulse, um sich dem Sog der Wall Street zu entziehen. Eine Ausnahme unter den allgemein schwachen Technologiewerten bildete der Börsenneuling Data Service. Bereits wenige Minuten nach der Erstnotiz wurde die Aktien wegen zu hoher Kursschwankungen vom Handel ausgesetzt. Das Papier ging mit einem Plus von 30 % mit 52 Euro aus dem Handel.

Madrid - Endesa und Wall Street belasten Ibex

An der Börse in Madrid sorgte vor allem das Übernahmeangebot von Endesa für Iberdrola für Gesprächsstoff. Der Ibex schloss mit einem Minus von 3,1 % niedriger bei 10 056,1 Punkten. Händlern zufolge ist der Kaufpreis für Ibedrola in Höhe von rund 15 Mrd. Euro höher als erwartet ausgefallen. Endesa verloren 8,7 % auf 19,60 Euro, während Iberdrola mit einem Plus von 0,07 praktisch unverändert notierten.

Amsterdam - Schwächer nach US-Vorgaben

Der AEX schloss 0,9 % unter dem Vortagesschluss bei 633,58 Punkten. Der niederländische Aktienmarkt wurde hauptsächlich von den Verlusten bei ASM Lithography (ASML) und UPC belastet. Der Kabel-Anbieter UPC leidet Branchenbeobachtern zufolge unter Regress-Forderungen unzufriedener Internet-Kunden. Die Aktie konnte sich nach einem Zwischentief bei 14,70 Euro auf 15,05 Euro erholen und lag damit nur noch 2,9 % im Minus. ASML folge mit einem Verlust von 4,2 % auf 28,28 Euro den Vorgaben des Nasdaq und werde zusätzlich von IBM belastet, hieß es.

Wien - AUA, Libro belasten

Die österreichischen Aktienwerte notierten am Mittwoch schwächer. Der ATX verlor 2,8 % auf 1 071,52 Zähler. Die Aufmerksamkeit des Marktes konzentriere sich auf Austrian Airlines (AUA), sagten Händler. Nach neuen Berichten über die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Tochter Lauda Air brach die Aktie um 9 % auf 10,00 Euro ein. Kräftige Verluste von 8,2 % auf 23,50 Euro verbuchten auch Libro, die am Donnerstag Halbjahresergebnisse veröffentlichen. Sowohl AUA wie Libro erreichten im Handelsverlauf neue Jahrestiefs.

Brüssel - Bel20 schließt behauptet

In Brüssel gingen die Aktien am Mittwoch behauptet aus dem Handel. Der Bel20 notierte mit einem Plus von 0,06 % auf 3 007,88 Punkte. Zu den Verlierern gehörten Agfa-Gevaert, die Händlern zufolge von einem schwachen Quartalsergebnis des Konkurrenten Polaroid unter Druck gesetzt wurden. Der Titel verlor 2,7 Prozent auf 24,50 Euro. Real Software brachen ein, nachdem das Unternehmen am Vortag das Ergebnis für das erste Halbjahr 2000 korrigiert hatte. Statt eines Gewinns von 600.000 Euro weist Real nun einen Verlust von vier Millionen Euro aus. Die Aktie schloss mit einem Minus von 5,3 Prozent bei 23,00 Euro erholt. STOCKHOLM - US-Vorgaben belasten Die Stockholmer Börse hat am Mittwoch in Folge der schwachen US-Vorgaben im Minus geschlossen. Der OMX verlor kräftig um 3,5 Prozent auf 1 132,43 Punkte. Die Schwäche der US-Börse belastet nach Angaben von Marktbeobachtern vor allem das Schwergewicht Ericsson , das um 9,5 skr niedriger bei 138,00 skr notierte. Sein finnischer Konkurrent Nokia verlor in Stockholm 12 skr auf 303 skr. Gambro legten nach Presseberichten über eine bevorstehende Übernahme durch Baxter International um 9,5 skr auf 90,50 skr zu.

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