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«Blue Moon» - Symbol für Seltenheit, Einsamkeit und Melancholie

Hamburg (dpa) - Als «Blue Moon» (Blauer Mond) bezeichnen die Amerikaner den zweiten Vollmond innerhalb eines Kalendermonats und damit ein äußerst seltenes Ereignis. Der «Blaue Mond» ist jedoch keineswegs bläulich, sondern wie immer gelb oder silbrig.

Hamburg (dpa) - Als «Blue Moon» (Blauer Mond) bezeichnen die Amerikaner den zweiten Vollmond innerhalb eines Kalendermonats und damit ein äußerst seltenes Ereignis. Der «Blaue Mond» ist jedoch keineswegs bläulich, sondern wie immer gelb oder silbrig.

Möglicherweise steht die Herkunft der Bezeichnung im Zusammenhang mit ebenfalls sehr seltenen Vulkanausbrüchen, bei denen der Mond durch die Aschepartikelchen bläulich erscheinen kann. In alten Liedern steht der «Blue Moon» für Einsamkeit und Melancholie, ein gleichnamiger Cocktail beinhaltet eine Mischung aus Curaçao, Gin und Limone.

Der erste Vollmond dieses Monats war am 2. Juli, der nächste tritt 29 Tage später ein, am Samstag exakt um 20.05 Uhr. Da zwischen zwei Vollmonden 29 Tage liegen, haben die meisten Monate nur einen vollen Mond. Das letzte Mal, dass der Erdtrabant zum zweiten Mal im Monat im vollen Rund erstrahlte, war der November 2001, der nächste wird in Europa erst wieder im Juni 2007 zu sehen sein, wie die US-Raumfahrbehörde Nasa berichtet.

Wirklich blau erschien der Mond nach dem Ausbruch des indonesischen Vulkans Krakatoa im Jahre 1883. Er schleuderte riesige Staub- und Aschewolken in die Erdatmosphäre. Dabei entstanden auch Partikelchen von einem tausendstel Millimeter Durchmesser. Diese wirkten in der Luft wie ein Lichtfilter, so dass der Mond längere Zeit blau wirkte. Auch von weiteren Vulkanausbrüchen wird ähnliches berichtet.

Eine volkstümliche Redensart weist auf die Seltenheit eines doppelten Vollmondes in einem Monat hin. «I will marry you, m'lady, when the moon is blue», bedeutet sowie wie: «Auf die Hochzeit kannst du lange warten, meine Liebe!»

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