Bluetooth-Kooperation mit Ericsson
SCM Microsystems mit Quartalsüberschuss

Den von Analysten erwarteten Gewinn konnte das Unternehmen nicht erreichen.

Das deutsch-amerikanische Technologieunternehmen SCM Microsystems hat im zweiten Quartal 2000 einen Überschuss von 1,2 Mill. $ erwirtschaftet. Den Gewinn je Aktie bezifferte das am Neuen Markt und an der US-Börse Nasdaq notierte Unternehmen mit 0,08 $ und bestätigte seine Ende Juni gemachte Prognose, wegen der schwachen Nachfrage den von den Analysten erwarteten Gewinn von 22 Cent nicht erreichen zu können. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatte SCM allerdings noch einen Fehlbetrag von 3,3 Mill. $ beziehungsweise einen Verlust je Aktie von 23 Cent verzeichnet. SCM kündigte weiter eine Kooperation mit dem schwedischen Technologiekonzern Ericsson bei Bluetooth-Produkten an.

Im zweiten Quartal habe sich nicht alles nach den Vorstellungen entwickelt, kommentierte Vorstandschef Robert Schneider das Ergebnis. Der Umsatz stieg den Angaben zufolge im weiten Quartal 2000 um 14 % auf 30 Mill. $. Am Neuen Markt zog der Aktienkurs von SCM am Donnerstag um knapp sieben Prozent auf 66,50 Euro an. Nach der Veröffentlichung der Gewinnwarnung Ende Juni war der Kurs um fast vierzig Prozent eingebrochen.

SCM Microsystems und Ericsson wollten künftig bei der Entwicklung und Vermarktung von Bluetooth-Produkten zusammenarbeiten, hieß es. Der Bluetooth-Standard ermöglicht die drahtlose Kommunikation zwischen Geräten wie Handy, Computer und Kassen. Es sei noch zu früh, um konkrete Zahlen zu nennen, sagte ein Sprecher. Für SCM sei die Kooperation mit dem Technologieführer von Bluetooth-Produkten eine große Chance. SCM werde die elektronische Geldbörse, das sogenannte "Wireless Wallet", mit dem die Abwicklung bargeldloser Einkäufe über das Mobiltelefon vereinfacht werden soll, an Ericsson liefern. Die beiden Konzerne wollen langfristig auch auf anderen Gebieten zusammenarbeiten.

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