Blut ist dicker als Wasser
Kündigungsschutz für Verwandte möglich

Ein Arbeitgeber darf Verwandte von einer betriebsbedingten Kündigung ausnehmen. Das entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz in einem am Montag veröffentlichten Urteil.

HB/dpa MAINZ. Der Arbeitgeber treffe keine fehlerhafte soziale Auswahl, wenn er statt einem verwandten Mitarbeiter einem anderen Arbeitnehmer kündige (Az.: 4 Sa 25/02).

Ein Dekorateur hatte geklagt, weil sein Arbeitgeber ihm wegen der Auflösung der entsprechenden Abteilung gekündigt hatte. Der Dekorateur machte geltend, er hätte nicht ihm, sondern einer Mitarbeiterin kündigen müssen, die kürzer in dem Betrieb beschäftigt sei.

Die Frau war aber die Schwester des persönlich haftenden Gesellschafters des Unternehmens und hielt außerdem einen von sieben Gesellschaftsanteilen. Das LAG entschied, der Arbeitgeber habe sowohl Rücksicht auf die verwandtschaftlichen als auch auf die gesellschaftsrechtlichen Beziehungen nehmen dürfen.

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