„Blut, Schweiß und Tränen"
Gerling-Chef kündigt schmerzhafte Einschnitte an

Der angeschlagene Versicherungskonzern Gerling hat nach dem Verkauf des Rückversicherungsgeschäfts "schmerzhafte Einschnitte" angekündigt. Konzernchef Heinrich Focke schrieb in einem Brief an alle Mitarbeiter, die eingeleitete Umstrukturierung werde mit "Blut, Schweiß und Tränen verbunden sein".

HB/dpa KÖLN. Das berichtete ein Konzern-Sprecher am Mittwoch in Köln. Der Brief sei an alle Mitarbeiter in rund 40 Ländern gegangen. "Jetzt geht es darum, das Unternehmen ertragsorientiert umzubauen", schrieb Focke. Die Umstrukturierung unter dem Namen "New Gerling" mache das Unternehmen attraktiver "und schafft so günstige Rahmenbedingungen für den geplanten Aktionärswechsel der Gruppe".

Der Sprecher sagte dazu, bei der Suche nach einem Mehrheitsaktionär gebe es bisher zwar keine neuen Entwicklungen. Nach dem Verkauf der Rückversicherungsgruppe an die Lago Achte GmbH sei das Interesse am Konzern aber gestiegen. Derzeit halten Rolf Gerling 65,5 Prozent, die Deutsche Bank 34,5 Prozent der Anteile.

Nach dem Verkauf der Rückversicherung wird sich Focke zufolge das Prämienvolumen des Konzerns, das 2001 noch bei 10,4 Milliarden Euro gelegen hatte, im Geschäftsjahr 2003 nahezu halbieren. Daher seien Einschnitte unumgänglich, schrieb er, ohne konkrete Angaben zu machen. Bereits vor wenigen Tagen hatte die Konzernspitze angekündigt, Personal zu reduzieren.

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