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Blutbad in Paris

Im Rathaus des Pariser Vorortes Nanterre hat ein Mann am Mittwochmorgen wild um sich geschossen und acht Menschen getötet.

rtr NANTERRE. Etwa 30 weitere Menschen seien verletzt worden, mindestens 14 von ihnen schwer, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Polizei teilte mit, der Mann sei überwältig und festgenommen worden. Er habe in einer Ratsversammlung vermutlich mit einer Maschinenpistole auf etwa 40 Teilnehmer gefeuert. Seine Motive seien unklar. Der französische Ministerpräsident Lionel Jospin sprach von einem Akt "rasenden Wahnsinns".

Eine Augenzeugin berichtete dem Rundfunksender France Info, der Täter sei Mitglied der grünen Partei. Er habe gegen Ende der Ratsversammlung um 01.15 Uhr (MEZ) das Feuer eröffnet. Zunächst habe er lediglich auf Mitglieder seiner eigenen Partei geschossen, dann aber auch auf andere Ratsmitglieder gezielt. "Er hatte zwei oder drei Gewehre...und begann mit jeweils einer Waffe unter jedem Arm zu schießen", sagte die Augenzeugin. "Er schoss auf alles, was sich bewegte."

Ein Sprecher der Feuerwehr sagte, der Mann sei von Anwesenden überwältigt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten worden. Jospin besuchte den Tatort kurz nach der Schießerei und sprach von einer "schrecklichen Tragödie".

Im vergangenen Oktober waren vier Menschen bei einer Schießerei im Zentrum von Tours getötet worden. In weniger als einem Monat findet in Frankreich die erste Runde der Präsidentenwahlen statt. Präsident Jacques Chirac und sein wichtigster Herausforderer Jospin haben die Verbrechensbekämpfung als zentrale Themen ihres Wahlprogramms genannt.

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