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Bluttaten an Mädchen schockieren Öffentlichkeit

Vier Bluttaten an Mädchen beschäftigen derzeit die Kriminalpolizei in mehreren Städten. Die mutmaßlichen Täter wurden festgenommen. In einem Fall ermittelt die Polizei gegen den Vater des Opfers.

dpa HAMBURG. Vier Bluttaten an Mädchen beschäftigen derzeit die Kriminalpolizei in mehreren Städten. Die mutmaßlichen Täter wurden festgenommen. In einem Fall ermittelt die Polizei gegen den Vater des Opfers.

Der Fall Nadia: Das vor gut einer Woche bei Vechta (Niedersachsen) gefundene Mädchen ohne Kopf ist vermutlich vom eigenen Vater umgebracht worden. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg beantragte gegen den 32-Jährigen Haftbefehl wegen eines vorsätzlichen Tötungsdelikts, wie Sprecher Frank Lohmann am Freitag mitteilte. Der Beschuldigte habe nach der Festnahme ein Teilgeständnis abgelegt. Die Tötung bestreite er jedoch. Nach seiner Darstellung fiel seine dreieinhalb Jahre alte Tochter Nadia Anfang August unbekannten Einbrechern zum Opfer.

Der Fall Sandra: Nach dem Tod der 15-jährigen Sandra aus dem nordfriesischen Wesselburen (Schleswig-Holstein) hat die Polizei den Lebenspartner der Mutter als Tatverdächtigen festgenommen. Der 42 Jahre alte Mann aus Wesselburen soll für das Verschwinden und den Tod des Mädchens verantwortlich sein, sagte ein Flensburger Kriposprecher am Freitag. Sandra war am Abend des 4. August verschwunden. Ihre fast völlig skelettierte Leiche wurde vor einer Woche entdeckt. Bisher steht nicht fest, wann und wie das Mädchen ums Leben kam. Ergebnisse aus der Gerichtsmedizin werden erst in der nächsten Woche erwartet.

Der Fall Melanie: Auch die 19-jährige Melanie aus dem badischen Lörrach ist Opfer einer Gewalttat geworden. Der geständige Täter wurde von den Schweizer Behörden an Deutschland ausgeliefert. Gegen den 33-Jährigen wurde Haftbefehl erlassen, sagte ein Polizeisprecher am Freitag in Lörrach. Der Mann sagte aus, am 3. September Melanie in seiner Wohnung getötet und zwei Tage später in der Schweiz vergraben zu haben. Die Ermittler gehen von einem Sexualdelikt aus. Ob die junge Frau vergewaltigt wurde, müsse aber noch untersucht werden, hieß es. Der Körper zeige Spuren einer erheblichen Gewalteinwirkung.

Ein elf Jahre zurückliegender Fall: Der mutmaßliche Mörder der 14-jährigen Julia aus Untersteinach (Bayern) hat ein zweites Tötungsdelikt eingeräumt. Der 28-Jährige will vor mehr als elf Jahren in seinem Heimatort Kulmbach eine damals 16 Jahre alte Schülerin erstochen haben, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Sie geht in diesem weiteren Fall ebenfalls von einem Mord aus. Die 16 Jahre alte Schülerin war im Januar 1993 in Kulmbach mit 45 Messerstichen in Brust und Rücken getötet worden. Erst vor wenigen Wochen gestand der Mann, seine eigene Nichte Julia aus dem wenige Kilometer entfernten Untersteinach getötet zu haben.

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