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BMG plant offenbar Entlassung mehrerer hundert Mitarbeiter

Reuters NEW YORK. Die Bertelsmann-Tochter BMG Entertainment bereitet nach einem Bericht des "Wall Street Journal"-online die Entlassung von mehreren hundert Angestellten vor. Unter Berufung auf mit der Situation vertraute Kreise berichtete die Zeitung am Dienstag, dass sich die Spitzen von BMG Ende nächster Woche in Madrid treffen und dabei über Kosteneinsparungen beraten werden. Ein BMG-Sprecher sagte dem Wall Street Journal, auf der Sitzung würde über "die Entwicklung des Repertoires, Effizienz und neue Investitionen in Musik" gesprochen. BMG steht derzeit unter erheblichen Druck von seiten der Muttergesellschaft Bertelsmann, Gewinne zu erwirtschaften.

Zu den Plattenlabeln von BMG gehören Arista und RCA. Nach den Informationen der Zeitung wird BMG im am Samstag zu Ende gegangenen Geschäftsjahr einen Verlust von über 150 Millionen Dollar verbuchen. Der Fehlbetrag reflektiere unter anderem Schwierigkeiten in so wichtigen Märkten wie Deutschland und den USA. Weltweit beschäftigt BMG mehr als 5 000 Mitarbeiter.

Am Dienstag teilte BMG separat mit, Thomas Stein werde als neuer Europa-Chef Richard Griffiths ablösen. Stein war bisher für Marketing und Werbung verantwortlich. Griffith habe "im gegenseitigen Einverständnis" den Job nach nur sechs Monaten quittiert. Damit war Griffith der zweite hochrangige BMG-Manager innerhalb weniger Wochen, der die Firma verließ. Mitte Juni habe bereits der Verwaltungschef Konrad Hilbers gekündigt, berichtete das Wall Street Journal.

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