BMW-Aktie profitiert von Empfehlung
Autowerte erholen sich

Die Autowerte in Europa haben sich nach Einschätzung von Analysten auf Grund einer technischen Reaktion von den Kursverlusten der vergangenen Tage erholt. Und DaimlerChrysler profitiert von einem Interview mit Konzernchef Jürgen Schrempp.

Reuters FRANKFURT. DaimlerChrysler profitierten außerdem von einem Zeitungsinterview, in dem Konzernchef Jürgen Schrempp für die US-Tochter Chrysler einen Gewinn für 2002 fest in Aussicht stellte.

"Der Sektor erholt sich, nachdem er in den vergangenen Tagen wegen des starken Euro unter Druck gestanden hatte", sagte Georg Stürzer, Branchenanalyst bei der HypoVereinsbank. Der Automobilwerte-Index des EuroStoxx50 der wichtigsten europäischen Branchenwerte gewann mehr als drei Prozent.

Zu den größten Kursgewinnern gehörten die BMW-Papiere, die fünf Prozent auf 39,84 Euro zulegten, nachdem Goldman Sachs sie auf die Empfehlungsliste genommen hatte. Ein steigender Euro belastet beispielsweise Fahrzeughersteller mit einer starken Exportquote.

Die Auswirkung der Dollar-Schwäche auf die Gewinne schätzt Stürzer jedoch in der Realität als begrenzt ein. "Die meisten Unternehmen sind gegen Währungsrisiken bis 2003 abgesichert", sagte er. Ob sich bereits eine Trendwende im Gesamtsektor abzeichne, sei schwer zu beurteilen, sagte Stürzer. Dies hänge auch stark von der Gesamtmarktentwicklung ab.

Die Aktien von DaimlerChrysler gewannen mehr als drei Prozent auf 46,16 Euro. In einem Zeitungsinterview hatte Daimler-Chef Schrempp gesagt, das zweite Quartal des Jahres sei gut gelaufen und Chrysler werde 2002 positiv abschließen. Bisher hatte Schrempp schwarze Zahlen bei Chrysler nur unter dem Vorbehalt einer anhaltend positiven Entwicklung des Automarktes in den USA in Aussicht gestellt. "Daimler hat lange darunter gelitten, dass Chrysler schlecht läuft und Europa besser.

Jetzt sieht es aber so aus, als ob Chrysler in den USA einen operativen Gewinn erzielt. Eigentlich liegt das auch im Zeitplan. Und der Anleger ist froh über jeden Silberstreifen", sagte Florian Weber, Aktienhändler beim Börsenmakler Schnigge. Im vergangenen Jahr hatte Chrysler einen operativen Verlust von 2,18 Milliarden Euro ausgewiesen.

Der VW-Kurs stieg um 3,3 Prozent auf 47,68 Euro, Schroder Salomon Smith Barney hatte zwar am Morgen das Kursziel für die Aktie auf 60 Euro von zuvor 70 Euro gesenkt, die Bewertung aber mit "Outperform" beibehalten. Porsche gewannen 2,77 Prozent auf 463,99 Euro, die Anteilscheine des Branchenzulieferers Continental stiegen um 1,41 Prozent auf 18,02 Euro.

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