BMW-Aktien können stark hinzu gewinnen
Dax liegt nach Gewinnmitnahmen im Minus

Die deutschen Aktien haben sich am frühen Montagnachmittag Händlern zufolge auf Grund von Gewinnmitnahmen bei Technologietiteln schwächer präsentiert.

Reuters FRANKFURT. Die deutschen Aktien haben sich am frühen Montagnachmittag Händlern zufolge auf Grund von Gewinnmitnahmen bei Technologietiteln schwächer präsentiert. "Viele stecken die Gewinne der vergangenen Handelstage ein", kommentierte ein Händler das Geschehen beim Dax. Der Deutsche Aktienindex gab bis zum frühen Nachmittag um 0,67 % auf 6 606 Punkte nach. Größte Verlierer waren die Titel von Infineon, Deutsche Telekom und SAP. Am Neuen Markt gab der Nemax All-Share-Index um 1,4 % auf 2 774 Punkte nach. Der Nemax-50-Index rutschte um 2,44 % auf 2736 Punkte. Im Mittelpunkt standen dort deutliche Kursverluste des angeschlagenen niederländischen Internet-Händlers .

Die für die Eröffnung an den US-Börsen maßgeblichen Futures deuteten unterdessen auf einen leichteren Handelsstart an der Wall Street hin. Der S&P-Future lag sechs, der Nasdaq-Future mehr als 30 Punkte im Minus.

Telekom führt Verliererliste an

Bei den deutschen Blue Chips führten die Titel der Deutschen Telekom mit einem Abschlag von 4,5 % auf 37 Euro die Verliererliste an. Händler sagten, France Telecom drücke die Stimmung unter den europäischen Telekomwerten. Der französische Konzern hatte zuvor eine Preisspanne für ihre Mobilfunkeinheit Orange bekannt gegeben, die um 20 % unter den Erwartungen der Analysten blieb. Zudem hielten sich Investoren vor der Veröffentlichung von Geschäftszahlen bei der Deutschen Telekom am Dienstag zurück. Bei SAP stehen ebenfalls am Dienstag Geschäftszahlen zur Veröffentlichung an. Deren Aktie gab um 3,7 % nach.

"Bei beiden stehen Morgen wichtige Zahlen an, daher sind sie heute im Fokus der Anleger", sagte ein Händler. Gewinnmitnahmen setzten hingegen Infineon unter Druck, wie es weiter hieß. Die Aktie verlor 4,25 %. Epcos gaben 3,6 % nach.

Deutlich im Aufwind bei den Standardwerten lagen die Titel von BMW. Das Papier des Autobauers verteuerte sich um knapp drei Prozent auf 38,09 Euro. Händler sagten, der Wert werde von Hochstufungen und einem Bericht in einem US-Investoren-Magazin beflügelt. In dem US-Anlegermagazin "Barrons" vom Montag wurde berichtet, BMW könne als potenzielles Übernahmeziel gelten, sollte das Unternehmen keinen Erfolg mit seiner neuen, unabhängigen Strategie haben. Dem Bericht zufolge könnten dann Hersteller wie Ford, Volkswagen oder General Motors an einer Übernahme von BMW interessiert sein. Analysten gingen den Informationen zufolge davon aus, eine mögliche Übernahme könne BMW rund 50 Mrd. $ oder 77 Euro je Aktie einbringen.

Die Titel von Karstadt Quelle gaben 4,37 % nach. Am Morgen hatte der Einzelhändler einen geringeren Umsatz für das Jahr 2000 mitgeteilt als vom Unternehmen selbst und von Branchenkennern zuvor erwartet wurde.

Am Neuen Markt bestimmten die Titel von Letsbuyit.com das Geschehen. Der Kurs des vor dem Konkurs stehenden Internet-Händlers ist am Montag nach Angaben von Händlern unter anderem durch das Auslaufen der Haltefrist für Altaktionäre unter Druck geraten. Die Aktie verlor bis zum Mittag mehr als 30 % auf 0,19 Euro. Händler führten den erneut starken Kursverlust auch auf die Mitteilungen vom Freitag zur drohenden Pleite des niederländischen Unternehmens zurück. Mit mehr als neun Mill. umgesetzten Stücken war die Aktie von LetsBuyIt der meist gehandelte Wert im Xetra-Handel.

"An der Fundamentalsituation des Unternehmens hat sich nichts geändert. Der Konkurs droht immer noch", sagte ein Börsianer. Das Auslaufen der Haltefrist belaste psychologisch, auch wenn nicht sicher sei, ob die Altaktionäre wirklich verkauften. Die Frist ist nach früheren Angaben der Schutzgemeinschaft für Kleinaktionäre (SdK) am 21. Januar ausgelaufen. Danach unterliegen die rund 70 Mill. Aktien der Altaktionäre nicht mehr dem Verkaufsverbot der Deutschen Börse.

Der MDax legte 0,63 % auf 4 632 Zähler zu.



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