BMW hat im vergangenen Jahr seinen Absatz in Asien um 16 % gesteigert
BMW sieht sich in Asien auf Wachstumskurs

Der Münchner Autohersteller BMW will mit einem deutlichen Ausbau des Vertriebsnetzes in Asien weiter wachsen. BMW glaube mehr denn je an die Zukunft Asiens als wichtigen Absatzmarkt, sagte Vorstandsmitglied Michael Ganal am Donnerstag vor Journalisten in Singapur.

Reuters SINGAPUR. "Wir sind überzeugt, dass die asiatischen Märkte bereits ihr comeback machen und dass sie wahrscheinlich stärker werden als jemals zuvor", fügte er hinzu. BMW habe im vergangenen Jahr seinen Absatz in Asien um 16 % auf 58 250 Autos gesteigert. Zweistellige Wachstumsraten werde BMW auch im laufenden Jahr erreichen, hieß es.

Der BMW-Umsatz auf dem asiatischen Markt sei 2000 auf drei Mrd. Euro von 2,5 Mrd. Euro im Jahr davor gestiegen, sagte Ganal weiter. "In Asien machen wir derzeit rund neun Prozent unseres gesamten Konzernumsatzes, fügte er hinzu. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte BMW seinen Umsatz um drei Prozent auf 35,35 Mrd. Euro gesteigert.

Der Marktanteil von BMW im Luxussegment sei in der Region auf 28,4 % geklettert, teilte der Autobauer weiter mit. Das Unternehmen wolle nun der führende Hersteller von Luxusmodellen in Asien werden. BMW kündigte an, dazu in Japan, Südkorea, Thailand, Indonesien und den Philippinen das Vertriebsnetz deutlich auszubauen. In Japan solle mit einer Vertriebsschiene im Internet ein zusätzliches Standbein aufgebaut werden. Als Beleg für die richtige Strategie wertete BMW die Absatzzahlen in Indonesien, der Volksrepublik China und Südkorea, die 2000 um teilweise mehr als 100 % gestiegen seien.

In China wolle BMW wegen der Importbeschränkungen demnächst Autos auch im Land direkt produzieren, kündigte Luder Paysen, Leiter des Vertriebs für Asien, Osteuropa, Afrika und die Karibik in Singapur an. Dazu spreche der Autohersteller mit der chinesischen Brilliance China Automotive Holding über die Gründung eines Joint Ventures. Eine Machbarkeitsstudie solle den chinesischen Behörden vorgelegt werden. "Der Genehmigungsprozess kann von einem halben Jahr bis zu einem Jahr dauern, aber für uns ist der Eintritt in den chinesischen Markt sehr wichtig. Wenn wir die Genehmigung bekommen, sind wir darauf vorbereitet, sofort anfangen zu können", sagte Paysen.

Am Montagvormittag legten die BMW-Aktien in einem allgemein kaum veränderten Markt um ein Prozent auf 39,40 Euro zu.

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