BMW hofft auf zweite Jahreshälfte
BMW: Geschäftskunden halten sich weiter zurück

Der Münchener Autobauer BMW spürt trotz des Scheiterns der von Rot-Grün angedachten höheren Firmenwagenbesteuerung nach wie vor Kaufzurückhaltung bei seinen Geschäftskunden. "Im Moment ist in Deutschland einfach kein Vertrauen da", sagte Finanzchef Stefan Krause im italienischen Cagliari anlässlich einer Präsentation der neuen 5er-Modellreihe am Wochenende.

Reuters CAGLIARI. Die Kunden wüssten zwar, dass eine höhere Firmenwagenbesteuerung vom Tisch sei, hielten sich mit Investitionen angesichts ständig neuer Steuerdiskussionen aber weiter zurück. "Dass die Leute derzeit keine großen Investitionsentscheidungen in solche Güter treffen, ist logisch." Der Bedarf an Fahrzeugen sei allerdings vorhanden.

Die Konzernprognose für 2003 bekräftigte Krause und versicherte - wie jüngst auch BMW-Chef Helmut Panke - erneut, der Euro-Höhenflug werde sich anders als etwa beim Konkurrenten VW nicht negativ auswirken. Das Ergebnis 2003 sei komplett gegen Währungseffekte abgesichert, für 2004 liege man derzeit bei zwei Dritteln. "Wir liegen in unserem Plan, was die Ziele für dieses Jahr angeht", sagte der Manager. Der Absatz solle in allen Marken die Rekordwerte des Vorjahres übertreffen, das Konzernergebnis das Vorjahresniveau erreichen.

Mit Blick auf die Konjunktur sagte Krause: "Wir hoffen weiterhin auf eine Verbesserung in der zweiten Jahreshälfte und setzen natürlich auch ein bisschen darauf, dass in Deutschland angesichts der ersten Reformsignale auch eine Besserung in wirtschaftlicher Hinsicht eintritt."

Wegen des bevorstehenden Wechsels beim 5er-Modell und der Kosten für andere neue Baureihen hat BMW zuletzt in seiner Kernmarke deutliche Absatzeinbußen verzeichnet und im ersten Quartal einen Gewinnrückgang vor Steuern von fast 18 Prozent verbucht.

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