BMW legt deutlich zu – Ford und Renault müssen Federn lassen
Deutsche Autoverkäufe beleben Markt in Westeuropa

Die Zahl der Fahrzeug-Neuzulassungen stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat leicht um 0,9 Prozent auf 1,3 Millionen, teilte die in Brüssel ansässige Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) am Dienstag mit.

HB/rtr BRÜSSEL. Allerdings habe der September 2002 einen Arbeitstag mehr gehabt als im Vorjahr, hieß es einschränkend. Denn insgesamt bleiben die Aussichten trübe: Für das Gesamtjahr rechnen die meisten Branchenexperten auf Grund der schwachen Konsumnachfrage mit einem Zulassungs-Rückgang von vier bis fünf Prozent. Der Verband ermittelt die Daten für die 15 Staaten der Europäischen Union (EU) sowie der Schweiz, Norwegen und Island.

Im größten Einzelmarkt Deutschland stiegen im September nach den ACEA-Zahlen die Neuzulassungen um 3,5 % auf 267 000 Einheiten. Nach Einschätzung von Auto-Analyst Lars Ziehn von der Deutschen Bank ist die Verbesserung in Deutschland einer der Hauptgründe für den ausgewiesenen Zuwachs in Westeuropa.

Von den deutschen Herstellern verzeichnete BMW - vor allem auf Grund seines neuen Erfolgsmodells Mini - in den westeuropäischen Ländern binnen Jahresfrist mit einem Plus von 27,9 Prozent den größten Zuwachs bei den Neuzulassungen. BMW konnte damit seinen Marktanteil in Westeuropa binnen Jahresfrist von 3,7 auf 4,7 Prozent steigern. Europas größter Hersteller, Volkswagen, kam konzernweit auf 1,0 Prozent mehr Zulassungen. Die Wolfsburger halten in Westeuropa damit einen Marktanteil von 17,7 Prozent. Daimler-Chrysler legte 1,8 Prozent zu.

Dagegen verzeichnete die französische Renault ein Minus bei den Neuzulassungen von 3,2 Prozent, bei Ford und seinen Marken belief sich der Rückgang auf 5,8 Prozent.

In Frankreich nahm die Zahl der Neuzulassungen nach ACEA-Angaben binnen Jahresfrist um 0,2 Prozent zu, nachdem im August ein deutlicher Rückgang von 18 Prozent verzeichnet worden war. In Italien wurden im September 3,4 Prozent mehr Autos zugelassen. Einige kleinere Länder wie etwa Dänemark, Schweden und Finnland wiesen im September sogar deutlich stärkere Zuwächse auf.

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