BMW legt nach Zahlen zu
Dax gibt Anfangsgewinne wieder ab

Die deutschen Aktien haben am Mittwoch nur kurz von der US-Zinssenkung und den positiven Vorgaben der US-Börsen profitiert.

dpa/rtr FRANKFURT/MAIN. Das Börsenbarometer Dax gab seine Anfangsgewinne wieder ab und lag bis 10.35 Uhr kaum verändert bei 4 708 Punkten. Der Nemax 50 fiel am Neuen Markt um 0,4 % auf 1 085 Zähler an. Der MDax, in dem die 70 mittleren Werte notierten sind, gab 0,1 % auf 4 174 Punkte nach.

Händler zeigten sich über die Tendenzumkehr der deutschen Märkte nach der erhofften Reduzierung der Leitzinsen in den USA überrascht. "Das ist alles sehr irrational", sagte ein Aktienhändler. "Zuerst zieht der Dax bis auf knapp 4 800 Punkte an, um dann zusammenzubrechen." Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hatte am Vorabend kurz nach Frankfurter Börsenschluss bekannt gegeben, die US-Leitzinsen um weitere 50 Basispunkte zu senken und dies mit der erhöhten Unsicherheit und der schlechten Geschäftsbedingungen in den USA und im Ausland begründet.

Nach Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal zog die BMW -Aktie um 3,2 % auf 35,96 Euro. Der Automobilhersteller hat zum ersten Mal in seiner Firmengeschichte Quartalszahlen veröffentlicht. "Der Münchener Autobauer hat trotz der eingetrübten Konjunktur einen positiven Ausblick gegeben", begründete der Derivate-Händler Wolfgang Kuhl von der SEB Bank die Kursgewinne.

Infineon legen zu

Auch die Aktie des im MDax notierten Pharmakonzerns Schwarz Pharma legte um 5,2 % auf 30,40 Euro zu. Das Unternehmen hatte seine Neunmonatszahlen veröffentlicht.

Die Titel von Adidas-Salomon profitierten nachhaltig von ihren am Vortag bekannt gegeben Geschäftszahlen und stiegen um mehr als 5 % auf 69,34 Euro. Infineon notierten um rund 1 % fester auf 19,53 Euro. Die Investmentbank UBS Warburg hob das Kursziel für die Papiere auf 16 Euro von zuvor zehn Euro an.

Zu den Verlierern gehörten die Papiere der Deutschen Post, die um 1,9 % auf 15,68 Euro fielen. Das Schlusslicht im Dax bildete das Papier des Berliner Pharmakonzerns Schering , das sich um 2 % auf 57,68 Euro verbilligte.

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