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BMW steigert Absatz im ersten Halbjahr

BMW fährt weiter mit Vollgas auf der Überholspur: Trotz Konjunkturschwäche hat der Autobauer im ersten Halbjahr seinen Absatz gegenüber dem Vorjahr deutlich um neun Prozent gesteigert, wie BMW am Dienstag in München mitteilte. Mit weltweit fast 460.000 verkauften Fahrzeugen in den ersten sechs Monaten steuert BMW in diesem Jahr damit erstmals die 900.000-Marke an.

ap München. Wegen der hohen Nachfrage würden mit einer Ausnahme in allen BMW-Werken insgesamt 20 Zusatzschichten gefahren. Außerdem seien im ersten Halbjahr allein in Deutschland 2.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen worden. Selbst im rückläufigen Automarkt in Deutschland sei der Absatz mit 130.400 verkauften Fahrzeugen um ein Prozent gesteigert worden. Damit habe BMW seinen Marktanteil im Heimatland weiter erhöht.

Im übrigen Westeuropa seien zwischen Januar und Juni mit 151.700 Automobilen fünf Prozent mehr Fahrzeuge abgesetzt worden als im Vorjahr. Die größten Zuwächse seien jedoch mit mehr als einem Fünftel in den USA erzielt worden, wo über 107.000 Fahrzeuge verkauft worden seien. Auch auf den afrikanischen und asiatischen Märkten seien durchschnittlich Steigerungsraten von rund 20 Prozent erzielt worden.

BMW habe im ersten Halbjahr auch erstmals über 50.000 Motorräder verkauft, was einer Steigerung von einem Zehntel gegenüber 2000 entspreche. Die stärksten Zuwächse seien mit einem Plus von 39 Prozent in Frankreich und von 14 Prozent in den USA erzielt worden. Auf dem deutschen Motorradmarkt, der im ersten Halbjahr um zehn Prozent zurückgegangen sei, wurde laut BMW mit 16.100 Motorrädern der Absatz um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Die erfolgreichste Reihe sei die F 650 Reihe mit weltweit über 11.000 Einheiten gewesen.

Der Vorjahresrekord von über 822.000 verkauften Automobilen wird BMW deutlich übertreffen, wie Sprecher Hubert Bergmann erläuterte. Durch den Absatzerfolg seien in Deutschland 2.000 neue Mitarbeiter in Forschung, Entwicklung, Produktion und Vertrieb eingestellt worden. Ernst Baumann, Personalvorstand der BMW Group, sprach von einer glücklichen Lage, in der das Unternehmen sei. BMW könnte nicht nur neue Arbeitsplätze schaffen, sondern `diese auch rechtzeitig mit hoch qualifizierten Mitarbeitern besetzen". Der Aktienkurs von BMW ist nach Bekanntgabe der Absatzzahlen um mehr als ein Prozent gestiegen und lag am Mittag bei 40,36 Euro. Im Rennen um das neue BMW-Werk ist laut Bergmann noch keine Vorentscheidung gefallen. Im Prinzip haben alle fünf übrig gebliebenen Bewerber noch die gleichen Chancen. Alles andere sei Spekulation. Erst Ende des Monats werde die Entscheidung fallen, ob das Werk in Augsburg, Leipzig, Schwerin, im französischen Arras oder im tschechischen Kolin gebaut wird.

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