BMW will weiterhin unabhängig bleiben
BMW plant Absatz von 150 000 neuen Kleinwagen pro Jahr

Der Automobilhersteller BMW strebt mit seinem geplanten neuen Kleinwagen einen jährlichen Absatz von 150 000 Stück an.

DEUTSCHLAND/Reuters MÜNCHEN. "In dieser Größenklasse werden pro Jahr weltweit rund zwölf Millionen Autos verkauft, davon künftig bis zu einer Million im Premiumbereich", sagte BMW-Chef Joachim Milberg in einem am Sonntag vorab verbreiteten Interview mit dem Magazin "Focus". Zur Markteinführung im Jahr 2004 werde der kleinste BMW in zwei Varianten angeboten, darunter ein Modell mit einer großen Heckklappe. Das neue Auto werde von BMW weltweit verkauft werden, sagte Milberg dem Magazin. Zudem bekräftigte der BMW-Chef noch einmal die Absicht seines Konzerns, weiterhin unabhängig zu bleiben.

BMW hatte nach dem Verkauf der verlustträchtigen britischen Tochter Rover angekündigt, mit einem neuen Kleinwagen unterhalb der 3er-Reihe auf den Markt zu kommen. Das neue Auto des Münchener Konzerns hat bislang noch keinen Namen. Dabei sieht der BMW-Chef für das neue Fahrzeug auch in Amerika Absatzmöglichkeiten. "Unser Marktanteil in den USA liegt bei 0,9 %, weltweit bei knapp 2 %," sagte der BMW-Chef. Da sei also noch Entwicklungspotenzial. Milberg kündigte an , sein Konzern werde dazu in Marktsegmente hineingehen, in denen sich profitables Wachstum erzielen lasse.

BMW will auch weiterhin ein unabhängiger Fahrzeughersteller im Premiumsegment bleiben, bekräftigte Milberg. "Ich habe keinen Zweifel, dass wir über zehn oder 15 Jahre weiterhin erfolgreich mit unserer Strategie sein und auch selbstständig bleiben werden," sagte der BMW-Chef.

Die Rover-Episode ist für den Konzernchef mittlerweile abgeschlossen. Die in der Bilanz für 1999 ausgewiesenen Rückstellungen von rund sechs Mrd. DM reichten aus, sagte Milberg. Dazu kämen noch einmal 762 Mill. Euro Verlust aus dem operativen Rover-Geschäft. Im Mai hatte sich der Konzern von seiner verlustreichen Rover-Tochter getrennt. BMW hatte zuletzt in den ersten neuen Monaten des laufenden Jahres den Absatz seiner Fahrzeuge um 8,6 % gegenüber dem Vorjahr auf 616 000 Fahrzeuge steigern können.

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