BNP bezeichent Bericht als lächerlich
Bericht über Kaufangebot treibt Consors-Kurs

Ein Magazinbericht über ein vermeintliches hohes Angebot für den vor dem Verkauf stehenden Online-Broker Consors hat dessen Aktienkurs am Montag auf ein seit November nicht mehr erreichtes Niveau getrieben.

Reuters NÜRNBERG. Obwohl die zu den drei bisher bekannten Bietern gehörende französische Großbank BNP Paribas den Bericht des Anlegermagazins "Euro am Sonntag" als "lächerlich" dementierte, hielten die am Neuen Markt notierten Consors-Aktien am Montag bei hohen Umsätzen einen Zuwachs von zwölf Prozent auf 14,15 Euro.

Zwischenzeitlich war die Aktie 19,4 Prozent auf 15,01 Euro nach oben geschnellt. Das Magazin hatte ohne Angabe einer Quelle berichtet, BNP Paribas wolle 17,90 Euro je Aktie bieten. Consors, die finanziell angeschlagene Muttergesellschaft Schmidt-Bank und das mit der Auktion beauftragte Bankhaus Metzler lehnten Stellungnahmen ab.

Der Sanierer der SchmidtBank, Paul Wieandt, will 65 Prozent an Consors bis Ende dieses Monats an den Meistbietenden abgeben. Öffentlich haben bisher neben BNP Paribas deren französische Konkurrentin Societe Generale mit ihrer Online-Tochter Fimatex und die Commerzbank bekundet, sich um Consors beworben zu haben. Die Commerzbank rechnet nach eigenen Angaben aber nicht mit einem Zuschlag.

Zu den Interessenten werden aber auch die amerikanischen Online-Banken E*Trade und Charles Schwab gezählt. Dem Bericht des Magazins zufolge haben sich zehn Bieter gemeldet. BNP Paribas betreibt in Frankreich bereits eine Online-Bank mit dem Namen Cortal. Als Favoriten im Rennen um Consors gelten bei Analysten ausländische Banken. Sie seien bereit, mehr zu zahlen, weil sie die Infrastruktur von Consors zum Einstieg in den deutschen Markt nutzen könnten. Deutsche Institute dagegen könnten wenig mehr als den eingeführten Markennamen nutzen.

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