Bobic droht erneut Ausfall
Nur in der Offensive gibt es noch Experimente

Auch wenn Ungarns Nationaltrainer Lothar Matthäus seine Mannschaft vor dem Spiel in Deutschland klein redet, sieht DFB-Teamchef Rudi Völler in der Partie einen echten letzten Härtetest vor dem EM-Start. Dennoch kann vor allem Lukas Podolski auf sein Debüt hoffen. Völler bezeichnet ihn bereits als seine "Geheimwaffe".

HB WINDEN IM ELZTAL. Nach elf Tagen harter Trainingsarbeit im Schwarzwald sollen die deutschen Fußball-Nationalspieler ihrem Teamchef in seinem 50. Länderspiel als Verantwortlicher einen letzten Wunsch vor der Europameisterschaft erfüllen. "Wir haben zwei Siege gegen Malta und die Schweiz eingefahren, das tut immer gut. Deshalb wollen wir es gegen Ungarn so machen, dass wir mit breiter Brust nach Portugal gehen", sagte Völler, bevor er am Freitagabend im Hotel "Schwarzbauernhof" zufrieden den Koffer für die kurze Weiterreise zur EM-Generalprobe an diesem Sonntag (19 Uhr/ARD) in Kaiserslautern packte.

Drei Siege hintereinander - das hatte es zuletzt vor zwei Jahren bei der Weltmeisterschaft gegeben, an die Völler in Portugal auf dem Weg zur WM-Endrunde 2006 im eigenen Land unbedingt anknüpfen möchte. Das Wiedersehen mit seinem langjährigen Weggefährten Lothar Matthäus bietet dafür gute Voraussetzungen. In seinem womöglich letzten Spiel als ungarischer Nationaltrainer kann Matthäus nach der Absage von 22 Spielern lediglich eine Notelf aufbieten, auch wenn Völler dieser Einschätzung energisch widersprach. "Da sind neun Mann dabei, die haben vor wenigen Wochen noch gegen Brasilien gespielt. Es ist sicherlich schwierig für den Lothar, aber es sind nicht so viele Stammspieler, die fehlen", betonte der deutsche Teamchef. Matthäus schob seinem Weltmeister-Teamkollegen von 1990 trotzdem die klare Favoritenrolle zu: "Wir können nur lernen von einer Mannschaft, die zu den besten der Welt gehört."

Völler muss nur um den Einsatz des schon gegen die Schweiz pausierenden Fredi Bobic bangen. "Er ist der einzige, der hinterherhinkt. Er hat noch Probleme mit dem Rücken, aber es ist nichts Dramatisches", berichtete der Teamchef, dem im mit 36 073 Zuschauern ausverkauften Fritz-Walter Stadion bei der Neuauflage des WM-Endspiels von 1954 ansonsten erstmals der komplette EM-Kader zur Verfügung steht. Die beiden Neulinge Lukas Podolski, der am Freitag 19 Jahre alt wurde, und der gleichaltrige Bastian Schweinsteiger könnten nur vier Tage nach dem bitteren Olympia-K.o. mit den U 21-Junioren ein Blitz-Debüt im A-Team feiern.

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