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Bochum in akuten Abstiegsnöten: 1:2 gegen HSV

Der VfL-Bochum muss auf einem Abstiegsplatz der Fußball-Bundesliga überwintern.

dpa BOCHUM. Der VfL-Bochum muss auf einem Abstiegsplatz der Fußball-Bundesliga überwintern. Der größte Weihnachtswunsch von Trainer Peter Neururer ging nicht in Erfüllung: Im letzten Spiel der Hinrunde unterlag sein erschreckend schwaches Team mit 1:2 (0:2) gegen den Hamburger SV und geht nur ein halbes Jahr nach dem Einzug in den Uefa-Pokal schweren Zeiten entgegen.

Vor 25 000 Zuschauern im Bochumer Ruhrstadion machten die Hamburger Torschützen Sergej Barbarez (26.) und Collin Benjamin (34.) die Hoffnungen der Gastgeber auf den dritten Heimsieg zunichte. Die HSV-Profis rehabilitierten sich für die Heimschlappe gegen Hannover und kehrten wieder auf Europacup-Kurs zurück. Den Treffer für den nur in der zweiten Halbzeit Bundesligareifen VfL erzielte Tommy Bechmann (83.).

Die Erleichterung über den nur in der Schlussphase in Gefahr geratenen Sieg stand Thomas Doll ins Gesicht geschrieben. "Jetzt können wir schön in die Winterpause gehen und das Ganze genießen. Ich habe mich nach dem Spiel bei jedem Spieler einzeln für die Hinrunde bedankt", sagte der HSV-Coach. Weniger positiv fiel das Fazit seines Gegenübers Neururer aus: "Wir müssen nun in der Winterpause versuchen, zu den Tugenden, Fähigkeiten und Qualitäten zurückzufinden, die uns in der letzten Saison noch ausgezeichnet haben."

Beide Trainer hatten ihre Teams auf einigen Positionen umbesetzt: Beim HSV kehrten die zuletzt gesperrten Barbarez und Kahlid Boulahrouz ins Team zurück, Emile Mpenza, Björn Schlicke und Raphael Wicky fehlten. VfL-Coach Neururer beorderte Spielmacher Dariusz Wosz nach zweiwöchiger Verbannung und den noch immer angeschlagenen Rein van Duijnhoven zurück in die Anfangself. Doch diese Umstellung machte sich zumindest für die Bochumer nicht bezahlt. Viel war Stückwerk, die Fehlpassquote immens hoch. Bis auf einen von HSV-Torhüter Martin Pieckenhagen vereitelten Flankenversuch des Bochumer Angreifers Bechmann blieben Chancen Mangelware.

Aus dieser Schwäche des Gegners schlugen die Hamburger in eiskalter Manier Kapital und legten die VfL-Abwehr offen. Nach Zuspiel von Stefan Beinlich war Barbarez per Kopf zur Stelle und brachte sein Team mit seinem siebten Saisontreffer mit 1:0 in Führung. Ähnlich souverän nutzte der Gast auch seine zweite Chance: Nur acht Minuten später markierte Benjamin aus kurzer Distanz das verdiente 2:0. Bis zur Pause waren die Hamburger dem 3:0 näher als die Bochumer dem Anschlusstreffer.

Erst nach dem Wiederanpfiff verschärften die bis dahin harmlosen Gastgeber die Gangart. So kamen im VfL-Lager bei einer Chance von Thomasz Zdebel, der in der 54. Minute aus 14 Metern am Tor vorbei schoss, erstmals Hoffnungen auf eine Wende auf. Zwölf Minuten später scheiterte Bechmann an HSV-Schlussmann Pieckenhagen, Peter Madsen traf in der 78. Minute mit einem 16-Meter-Schuss nur den Pfosten. Doch der HSV blieb bei Kontern stets gefährlich und hätte durch Takahara (48./71.) durchaus zur Vorentscheidung ausbauen können. Mit einem Fernschuss aus 20 Metern zum 1:2 sorgte Bechmann dann nochmal für Spannung, aber mit viel Glück und Geschick rettete der HSV seinen insgesamt verdienten vierten Auswärtssieg über die Zeit.

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