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Bochum rettet einen Punkt gegen Kaiserslautern

Ausgerechnet Vratislav Lokvenc hat den VfL Bochum gegen seinen Ex-Club 1. FC Kaiserslautern vor einer weiteren Heim- Pleite bewahrt. Der tschechische Stürmer erzielte für den Revier-Club in der 62. Minute das Ausgleichstor zum 1:1 (0:1)-Endstand gegen die Pfälzer.

dpa BOCHUM. Ausgerechnet Vratislav Lokvenc hat den VfL Bochum gegen seinen Ex-Club 1. FC Kaiserslautern vor einer weiteren Heim- Pleite bewahrt. Der tschechische Stürmer erzielte für den Revier-Club in der 62. Minute das Ausgleichstor zum 1:1 (0:1)-Endstand gegen die Pfälzer.

Vor 22 977 Zuschauern hatte Hervé Nzelo Lembi (26.) die Mannschaft von Trainer von Kurt Jara per Kopf in Führung gebracht. Die Punkteteilung in der kampfbetonten und über weite Strecken mäßigen Partie hilft keiner Mannschaft im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga so recht weiter.

Bochums Coach Peter Neururer war nach dem Remis "nicht zum Jubeln zumute". "Wir wollten gewinnen. Aber zumindest haben wir noch einen Punkt gerettet", sagte er. Sein Kollege Jara war angesichts der Situation letztlich zufrieden. "In unserer Lage ist ein Zähler auswärts ganz wichtig. Wenn Christian Zander nicht so überragend gehalten hätte, hätten wir sogar gewinnen können."

Beide Trainer veränderten ihre Teams auf mehreren Positionen. Bei Bochum rückten die zuletzt verletzt fehlenden Raymond Kalla und Aleksander Knavs in die zentrale Abwehr, Martin Meichelbeck verteidigte für Philipp Bönig auf der linken Seite. Zudem erhielt Filip Trojan auf der linken Offensivseite eine Chance von Beginn an. Der junge Tscheche setzte sich nach elf Minuten erstmals gut in Szene, hatte aber Pech bei einer Direkt-Abnahme aus gut 16 Metern, bei der der Ball an die Latte klatschte. Bis weit in die erste Spielhälfte war von den "Roten Teufeln" nicht viel zu sehen. In der Sturmspitze mühte sich Ioannis Amanatidis vergeblich. Er sollte unterstützt werden von Jochen Seitz, der den Vorzug vor Carsten Jancker erhalten hatte.

Die Führung der Lauterer fiel mitten in die Drangphase des VfL nach einer Standard-Situation. Eine präzise Freistoßflanke von Ferydoon Zandi verwertete Abwehrspieler Lembi per Kopf zum 1:0. Zwar blieb Bochum bis zum Halbzeitpfiff die spielerisch bessere Mannschaft, doch weder dem fleißigen Lokvenc (39.), noch Meichelbeck wollte der Ausgleich gelingen. Beide Teams hatten Verletzungspech. VfL-Schlussmann van Duijnhoven musste wie sein Lauterer Kollege Seitz nach einem Zusammenprall vorzeitig in die Kabine.

Nach dem Wechsel intensivierte der VfL seine Offensiv-Bemühungen, blieb aber nervös und anfällig für Konter. Dennoch gelang ausgerechnet dem Ex-Lauterer Lokvenc, der zuletzt viel Kritik hatte einstecken müssen, das verdiente 1:1. Das zweite Saisontor des langen Tschechen war für Bochum ein ganz wichtiger Treffer. Auch wenn der Sturmlauf in der Schlussphase nicht mehr belohnt wurde, konnten die Bochumer einen direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg hinter sich halten. Van Duijnhoven-Ersatz Zander bewahrte den VfL mit zwei großartigen Paraden in den letzten Minuten vor einer Niederlage.

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