Bochum zeigte sich konterstark
Desolate Lauterer steuern gen Abstieg

Der 1. FC Kaiserslautern steuert ungebremst auf den zweiten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga nach 1996 zu. Nach einer desolaten Leistung kassierte der Tabellenvorletzte am Mittwoch mit dem 0:2 (0:2) gegen den VfL Bochum in der zum "Schicksalsspiel" erhobenen Nachholpartie vom zehnten Spieltag schon die siebte Saisonniederlage.

HB/dpa KAISERSLAUTERN. Die Pfälzer schafften es damit nicht, den Abstand von sieben Punkten auf einen Nicht-Abstiegsplatz zu verringern. Die Bochumer rückten indes dank der Saisontore neun und zehn des gebürtigen Dänen Thomas Christiansen (7./21.) mit 20 Punkten auf den dritten Rang hinter dem FC Bayern München (26) und Borussia Dortmund (21) vor und dürfen ein wenig von der Champions League träumen.

Vor 36 209 Zuschauern zeigten sich die Gastgeber in der am 27. Oktober wegen Sturms abgesagten Begegnung erschreckend ideenlos und verunsichert. Dabei sollte gegen den Aufsteiger aus dem Ruhrpott endlich die Wende eingeleitet werden: Trainer Erik Gerets, der bei einer Bilanz von nur einem Sieg in neun Spielen allmählich unter Druck gerät, hatte auf die desolate Leistung seiner Mannschaft bei der 0:1-Niederlage am Samstag gegen Hannover 96 reagiert. Überraschend ließ der Brehme-Nachfolger Kapitän Thomas Hengen und Spielmacher Mario Basler zu Spielbeginn auf der Bank gesetzt.

Doch die Maßnahmen fruchteten nichts gegen die konterstarken und kombinationsfreudigen Bochumer. Nur Nationalspieler Miroslav Klose bäumte sich gegen die Niederlage auf. Sein Sturmpartner hatte Christian Timm (4./39.) immerhin zwei Chancen. Mehr gab es nicht. Symptomatisch für das Angriffsspiel der Lauterer: Die beste Chance vereitelte ausgerechnet Timm (30.), als er sich dem auf das VfL-Tor stürmenden Klose in den Weg stellte und ihn zu Fall brachte.

Noch erschütternder war die Vorstellung der FCK-Abwehr. Das 0:1 durch Christiansen (7.) aus kurzer Entfernung machten Thomas Riedl, Ciriaco Sforza und Torwart Georg Koch mit ihren Fehlern möglich. Pech hatten die Pfälzer, als ein Kopfballtor von Lincoln (14.) wegen Abseitsstellung - allerdings zu Recht - aberkannt wurde. Auch beim zweiten Bochumer Treffer durch Christiansen (21.), der in der Torschützenliste zu Spitzenreiter Giovane Elber aufschloss, war die Lauterer Deckung nicht auf dem Posten. Nach einem Eckball von Darius Wosz kam Christiansen völlig frei zum Kopfball.

Danach lief gar nichts mehr bei den "Roten Teufeln" zusammen. Außer dem Bemühen war nichts Positives mehr zu erkennen. Auch nach der Pause fiel den Lauterern nicht ein, die Bochum unter Druck zu setzen. Nur der eingewechselte Basler (58.) sorgte mit einem 20-m- Schuss für etwas Aufregung. Die Gäste mussten ansonsten nicht mehr tun als nötig und hatten sogar noch die Möglichkeit zum 3:0. Doch Sven Bemben (83.) scheiterte an Koch.

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