Boden beim Abwärtstrend erreicht
Unterschiedliche Werte am Frankfurter Neue Markt

Der Frankfurter Neue Markt präsentierte sich am Freitagmittag bei abwartender Haltung uneinheitlich. Nach Ansicht von Händlern stellen sich die Marktteilnehmer die Frage, ob nun der Boden nach dem Abwärtstrend der Vergangenheit gefunden ist. "Viele meinen ja", sagte ein Börsianer.

Reuters FRANKFURT. Der alle Werte des Wachstumssegments umfassende Nemax-All-Share lag bis gegen 12.30 Uhr MESZ mit 0,21 % im Plus auf 4280 Punkten, der Blue-Chip-Index Nemax-50 dagegen mit 0,18 % im Minus bei 4 521 Zähler. Die Neun-Monats-Zahlen des schwedischen Telekom-Ausrüsters Ericsson drückten etwas auf die Stimmung, hieß es. "Das ist mit ein Grund warum es nicht weiter nach oben geht", sagte ein Händler.

Am Morgen hatte der Neue Markt zunächst fester mit Anstiegen von bis zu 2 % eröffnet, wurde dann aber Händlern zufolge von Gewinnmitnahmen belastet und rutschte kurzfristig sogar in die Verlustzone. Nun werde zurückgekauft, hieß es. Trotz der freundlichen Tendenz könne noch nicht von einem Umschwung die Rede sein, sagte ein Händler. "Es ist zuviel Geschirr zerschlagen worden." Mitte der Woche sei der Markt noch "zusammengeprügelt" worden. Seit Donnerstag korrigiere sich das. Nach den starken Vorgaben der Nasdaq vom Vortag sei der Markt positiver gestimmt. Die Nasdaq war mit einem Plus von 7,79 % aus dem Handel gegangen. Der Nasdaq-Future deutet mit Plus 0,5 Punkten auf eine seitwärts-tendierende Eröffnung der US-Technologiebörse am Freitag hin.

Mobilcom vergibt UMTS-Auftrag an Ericsson

Die Telefongesellschaft Mobilcom hat am Morgen mitgeteilt, dem schwedischen Telekom-Ausrüster Ericsson mit dem Aufbau des UMTS-Netzwerks im Volumen von 1,6 Mrd. Euro beauftragt zu haben. Ericsson habe sich verpflichtet den UMTS-Netzstart Mitte des Jahres 2002 zu gewährleisten. Die Mobilcom-Aktien stiegen um 3,32 % auf 57 Euro. Ericsson fielen dagegen in Stockholm nach der Veröffentlichung der Neun-Monats-Zahlen um 26 Kronen auf 125 Kronen.

Aktiengewinner ist Primacom

Zu den Gewinnern bei den Wachstumswerten zählten am Freitag die Aktien von Primacom. Die Titel des Kabelnetzbetreibers verzeichneten Kursaufschläge von über 23 % auf 21,80 Euro. Die Investmentbank Morgan Stanley Dean Witter hatte die Aktien auf "Strong Buy" von zuvor "Outperform" hochgestuft. Als Kursziel gaben die Analysten 45 Euro aus.

Trotz dünner Umsätze steigt WWL-Internet-Aktie

Bei dünnen Umsätzen legten die Papiere von WWL-Internet um rund 10 % auf 8,30 Euro zu. Händler führten dies auf eine gute Investor-Relations-Arbeit des Internet-Komplettanbieters zurück. In einer Händlern zufolge technisch bedingten Reaktion verteuerten sich die Aktien des Internet-Stellenanbieters Jobs & Adverts um mehr als 18 % auf 14,50 Euro. Für zusätzliche Impulse habe eine am Freitag veröffentlichte langfristige Kaufempfehlung der Investmentbank J.P. Morgan gesorgt.

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