Bodewig sagt Ja zu Magnetschwebebahn
Metrorapid wird kommen

Der Metrorapid wird in Nordrhein-Westfalen nach den Worten von Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) trotz des Widerstands der Regionalräte in dem Bundesland gebaut werden.

Reuters DÜSSELDORF. Die Bundesregierung wolle die Magnetschwebebahn nicht nur als innovatives Verkehrsprojekt, sondern auch als Symbol für die Leistungsfähigkeit des Standorts Deutschland realisieren, sagte Bodewig am Mittwoch in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Wolfgang Clement (SPD). Die Regionalräte in Arnsberg, Düsseldorf und Münster hatten zuvor mit den Stimmen von CDU und Grünen ihre ablehnende Haltung zu dem Projekt bekräftigt. Bodewig kritisierte, die Räte seien für Regionalentwicklungspläne zuständig, doch falle die Planung für den Metrorapid nicht in ihre Kompetenz. Clement kritisierte die Beschlüsse der Räte erneut als sachfremd. Der Metrorapid greife in großen Teilen nicht in die Flächenplanung ein, da er zu 95 % entlang bereits bestehender Schienentrassen verlaufen werde.

Das Land Nordrhein-Westfalen rechnet mit einem Baubeginn der 78 Kilometer langen Strecke zwischen Düsseldorf und Dortmund spätestens im Oktober 2003. Die Kosten sollen einer Machbarkeitsstudie zufolge bei fast fünf Mrd. Euro liegen, wobei der Bund 1,75 Mrd. Euro an Zuschüssen zugesagt hat. Bodewig sagte, der Bund stehe zu dieser Summe. Zudem ist eine weitere Strecke in Bayern zwischen München und dem Münchener Flughafen geplant. Die Magnetschnellbahn wird von einem Konsortium aus ThyssenKrupp und Siemens gebaut.

Bodewig bezeichnete es zudem als normal, dass die Deutsche Bahn das Projekt immer wieder überprüfen wolle, um festzustellen, ob es seine Ziele erreiche. Er warnte zudem davor, den Bau der Magnetbahn zu verzögern. Werde der Metrorapid in Deutschland nicht gebaut, sei es fraglich, wie lange die Bundesrepublik ihren technischen Vorsprung bei der Magnetschwebebahn halten könne.

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