Bodewig stellt Transrapid-Gutachten vor

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Bodewig stellt Transrapid-Gutachten vor

Die Entscheidung über den Bau einer Transrapid- Strecke in Deutschland tritt heute in die entscheidende Phase.

dpa BERLIN. Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) stellt in Berlin die so genannte Machbarkeitsstudie über zwei konkurrierende Strecken in Bayern und Nordrhein-Westfalen vor.

Auf Grundlage dieses Gutachtens wird demnächst entschieden, ob der Bund den Bau des Metrorapid durchs Ruhrgebiet oder die Verbindung zwischen München und seinem Flughafen finanziell unterstützt, oder ob beide Vorhaben gefördert werden. Es steht insgesamt eine Fördersumme von 2,3 Mrd. ? (knapp 4,5 Mrd. DM) zur Verfügung.

Unmittelbar vor der Weichenstellung haben Umweltverbände erneut schwere Bedenken gegen das Projekt geäußert. Weder der Metrorapid Dortmund-Düsseldorf noch die Transrapid-Verbindung zwischen dem Münchner Flughafen und der Landeshauptstadt löse Verkehrsprobleme, erklärte der Geschäftsführer des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Gerhard Timm, am Wochenende. "Der Transrapid behindert die Verkehrswende in Deutschland. Außer Prestige gibt es für die Regionen wenig zu gewinnen." Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) forderte, zumindest auf die bayerische Strecke zu verzichten.

Im Ringen um die Förder-Milliarden haben Nordrhein-Westfalen und Bayern nach Darstellung des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" ihre Prognosen zu Kosten und Nutzen des Zugs schön gerechnet. So seien die kalkulierten Betriebskosten für den Metrorapid zwischen Düsseldorf und Dortmund gegenüber den Vorstudien um 17 % gesunken, die Investitionskosten seien um 14 % geringer veranschlagt worden. Außerdem sollen die Züge kürzer und billiger werden und dabei 40 % mehr Passagiere befördern. Auch die prognostizierten Erträge der Magnetbahn in Bayern seien auffällig gestiegen (plus 18 %). Dies gilt laut "Spiegel" auch für das errechnete Fahrgastaufkommen (plus 21 %).

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