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Boeing kündigt den Abbau von 600 weiteren Arbeitsplätzen an

Der weltgrößte Flugzeugbauer Boeing will nach eigenen Angaben 600 Arbeitsplätze in seinem Werk in Long Beach, Kalifonien, abbauen. Grund sei der rückläufige Umsatz bei dem kleinsten seiner Flugzeugmodelle, der 717 mit 106 Sitzen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Seattle mit.

Reuters SEATTLE. Zusammen mit der bereits zuvor angekündigten Streichung von 600 weiteren Stellen, werde die Zahl der Arbeitsplätze in Long Beach damit auf unter 4 000 von ursprünglich knapp 5 000 sinken, sagte Boeing -Sprecher John Thom.

Vom Arbeitsplatzabbau betroffen seien den Angaben zufolge Techniker, Montagearbeiter sowie Mitarbeiter aus dem Support-Bereich. Der Unternehmensgewinn werde von den Stellenstreichungen aber nicht belastet, so Thom weiter. Darüber hinaus teilte das Unternehmen mit, dass die 8 000 Mitarbeiter des Militär-Flugzeugbereichs in Long Beach nicht von den Jobkürzungen betroffen wären. Weltweit beschäftigt Boeing knapp 200 000 Mitarbeiter, 41 500 davon in Kalifornien.

Aufträge für weitere 64 Maschinen des Typs 717

In den ersten sechs Monaten 2001 hatte Boeing den Angaben zufolge 24 Flugzeuge des Typs 717 ausgeliefert. Bis zum kommenden Jahr erwarte der Konzern einen Rückgang der Produktion, die erst im Jahr 2003 wieder ansteigen werde, sagte der Sprecher weiter. Ende Juli habe Boeing noch ausstehende Aufträge für 64 717-Maschinen gehabt.

Durch den Kauf des Rivalen McDonnell Douglas im Jahr 1997 hatte Boeing das Modell 717, was zuvor unter dem Namen MD-95 bekannt war, übernommen. Der jetzige Umsatzrückgang wird von Experten auf die starke Markt-Konkurrenz zurückgeführt, so etwa durch den neuen 107-Sitzer von Airbus SAS A318 und auch durch einige Modelle der Boeing 737er-Familie selbst.

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