Börse Hamburg will Frankfurt Konkurrenz machen
Makler Schnigge startet eigenen Fondshandel

Die Böag Börsen AG und die Börsenmakler Schnigge AG gehen beim Handel offener Investmentfonds in Deutschland neue Wege. Unter dem Namen "fonds-x" eröffnet die Trägergesellschaft der Börsen Hamburg und Hannover die erste börsliche Parketthandels-Plattform für diese Produkte.

ina FRANKFURT/M. Der Start am 1. August erfolgt mit 29 aktiv gemanagten Fonds für die Anlagesegmente deutsche Aktien und Immobilien. Darunter befinden sich die Flaggschiffe der großen Anbieter wie Investa, Concentra oder Unifonds.

Schnigge-Vorstand Plückers erklärt: "Das ist bisher eine Initiative ohne Abstimmung mit den betroffenen deutschen Kapitalanlagegesellschaften. Bei Erfolg wollen wir das Angebot in Zusammenarbeit mit den Fondsfirmen ausdehnen." Er fühle sich bei seinem Handeln durch den großen Erfolg der elektronischen ETF-Handelsplattform der Frankfurter Börse ermutigt. Dort würden allerdings vorwiegend Indexfonds gehandelt.

Der Anleger könne seine Orders über Banken während der Handelszeiten von neun bis 20 Uhr erteilen, müsse aber als Börsenplatz Hamburg angeben. Die kleinste handelsbare Einheit sei ein Anteil. Der Anleger könne auch limitierte Aufträge erteilen, während das beim traditionellen Weg - Erwerb der Anteile von der Anlagegesellschaft oder Rückgabe an diese - nicht möglich sei.

Der übliche Ausgabeaufschlag entfalle. Schnigge stelle allerdings Kauf- und Verkaufspreise, die sich nach der Angebots- und Nachfragesituation richten würden. "Diese Spanne soll in der Größenordnung von zwei bis zweieinhalb Prozent bleiben", gibt Plückers eine Richtmarke vor. Damit federe er auch eigene Risiken ab. Der Kunde könne seine Order vormittags erteilen und abwickeln lassen. Schnigge übernehme das untertägige Kurs- und Wertveränderungsrisiko, da die Fondsanteilspreise offiziell erst am Nachmittag von der Kapitalanlagegesellschaft oder der Depotbank ermittelt würden.

Quelle: Handelsblatt

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