Börse reagiert mit Abschlägen auf die Ankündigung.
ABB will neues Kapital schaffen

Der Elektrotechnikkonzern ABB will bei der Generalversammlung am 16. Mai 2003 neues genehmigtes Kapital schaffen und das bedingte Kapital erhöhen. Bei der Aktionärsversammlung soll genehmigtes Kapital in Höhe von 250 Millionen sfr beantragt werden, das das im Juni 2001 abgelaufene Kapital von 100 Millionen sfr ersetzen soll, teilte ABB am Montag mit.

Reuters ZÜRICH. Zusätzlich soll das bedingte Kapital auf 750 Mill. sfr von 200 Mill. sfr angehoben werden, hieß es weiter. Für das genehmigte Kapital sollen bis zu 100 Mill. Aktien und für das bedingte Kapital bis zu 300 Mill. Aktien ausgegeben werden können, hieß es.

Einen Teil des genehmigten Kapitals will ABB den Angaben zufolge verwenden, um den Verpflichtungen zur Einlage von rund 30 Mill. ABB-Aktien in den "Asbestos personal Injury Trust" nachzukommen, der im Rahmen der Einigung mit Asbest-Klägern in den USA vereinbart wurde.

Die Nutzung des bedingten Kapitals soll auf neue Finanzinstrumente ausgeweitet werden. Der ABB-Verwaltungsrat sei davon überzeugt, dass dies eine geeignete Maßnahme sei, um eine ausreichende Flexibilität in der Mittelbeschaffung über die bestehenden Finanzierungsquellen hinaus zu gewährleisten, hiess es. Bis zu 80 Millionen Aktien sollen für Mitarbeiter-Beteiligungspläne eingesetzt werden, bis zu zehn Millionen für mögliche Bezugsrechte für ABB-Aktionäre und bis zu 210 Millionen für eventuell erforderliche Wandel- und Optionsrechte im Zusammenhang mit Anleihe- oder anderen Finanzierungsinstrumenten.

Die Börse reagierte mit Abschlägen auf die Ankündigung. Die ABB-Aktien notierten nach knapp einer Stunde um 6,6 Prozent tiefer bei 3,69 sfr. Der Gesamtmarkt tendierte 0,5 Prozent tiefer und der DJ StoxxIndustrial Goods & Services-Index war mit minus 0,1 Prozent knapp gehalten.

Bei der Zürcher Kantonalbank hieß es, dass der Schritt von ABB zu diesem Zeitpunkt nachvollziehbar sei, da sonst eine außerordentliche Generalversammlung einberufen oder bis zu Aktionärsversammlung 2004 zugewartet werden müsste. Gleichzeitig dürften jedoch wieder Spekulationen darüber aufkommen, ob sich die geplante Veräusserung von Teilen der Bereiche Oil Gas beziehungsweise Building Systems verzögerten.

ABB teilte zudem mit, dass neu Louis Hughes und Michael Treschow zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen werden. Der 54-jährige Hughes war Exekutive Vice President von General Motors und Treschow ist Verwaltungsratspräsident des schwedischen Telekomausrüsters Ericsson.

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