Börse spekuliert auf erfreuliche Halbjahreszahlen
Dax kurvt um Vortagsniveau

Die Gesamtstimmung am Markt zeigt: Die Börse steckt im Sommerloch.

dpa FRANKFURT/M. Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Dienstag kaum bewegt. Der Deutsche Aktienindex Dax pendelte im Handelsverlauf um den Vortagesschluss und schloss bei 7 329,04 Punkten mit 0,01 % im Plus. Der MDax der 70 größten Nebenwerte stieg um 0,16 % auf 4 658,14 Zähler. Die Wachstumswerte des Neuen Marktes im Nemax-50 verbesserten sich um 0,44 % auf 6 262,78 Punkte. Abgesehen von hohen Umsätzen bei der Deutschen Telekom, blieb der Handel schwach, sagte ein Händler.

In den USA legte der Dow-Jones-Index der 30 führenden Industriewerte um 0,36 % auf 10 723,31 Punkte zu. Gleichzeitig kletterte der technologielastige Nasdaq-Composite-Index um 0,65 % auf 4 007,63 Zähler. Die im EuroStoxx-50-Index zusammen gefassten europäischen Standardwerte lagen um 0,48 % im Minus bei 5 212,83 Punkten. Unterdessen verzeichnete die Börse in Paris leichte Verluste, während die Standardwerte in London geringe Gewinne erzielten.

Die Aktie der Hypo-Vereinsbank v erzeichnete nach der geplanten Übernahme der Bank Austria einen weiteren Kursrückgang um 1,16 % auf 64 Euro. Anleger zeigten sich beeindruckt von der Expansion in das osteuropäische Geschäft, sagte ein Händler der Hamburger Vereins und Westbank. - Die Verluste rührten vielmehr von Umschichtungen von institutionellen Anlegern aus dem bayerischen Titel in die österreichische Aktie hinein. Schließlich sei die Austria-Aktie vor dem Aktientausch im Verhältnis eins-zu-eins erheblich billiger als der Hypo-Titel.

Gleiches gelte für die Deutsche Telekom vor dem Aktientausch mit der amerikanischen VoiceStream. Da die Voice-Stream-Aktie günstiger sei als die T-Aktie verkauften Investoren die Volksaktie für den US- Titel. Die schwächende Wirkung vermischte sich allerdings mit der Erholung der Aktie nach ihrem Einbruch am Montag um über 11 %. Aus diesem Grund lag die T-Aktie noch um 2,28 % im Plus bei 49,90 Euro.

Die Epcos -Aktie gab stark nach und schloss um 1,72 % schwächer bei 117,50 Euro. Der Analyst Jürgen Wagner von der Oppenheimer Finanzanalyse führte die Verluste auf die allgemeine Schwäche bei Technologietiteln zurück.

Als Tagesgewinner stieg die Aktie von Thyssen-Krupp um 5,23 % auf 18,10 Euro. Der Kurs profitierte nach Händlerangaben von dem geplanten Börsengang der Stahlsparte. Die Ausgliederung bringe dem Mutterunternehmen hohe Geldsummen. Zudem erhole sich der Titel von dem jüngsten Kursrutsch um 50 %.

Die Aktien der Commerzbank und der Dresdner Bank reagierten nicht auf Gerüchte über ein Scheitern der Fusionsgespräche, sagte ein Händler einer deutschen Großbank. Die Dresdner-Aktie lag um 0,49 % über dem Vortagesschluss und notierte mit 47,70 Euro, während der Kurs der Commerzbank 0,11 % auf 37,49 Euro anstieg. "Ich habe die Gerüchte gehört, glaube aber nicht, dass etwas daran ist", sagte der Händler. Am Markt mehrten sich allerdings Zweifel über das Zustandekommen der Bankenfusion, sagte der Händler. Zwischen den Banken gebe es zu viele Überschneidungen für einen glatten Zusammengang.

Der Euro wurde zuletzt bei 0,9379 gehandelt. Demnach kostete ein Dollar 2,0854 DM. Am Nachmittag hatte die Europäische Zentralbank den Euro-Referenzkurs bei 0,9410 $ festgelegt. Damit war ein $ 2,0785 DM wert.

Der Rentenmarkt tendierte fester. Der Bund-Future kletterte 0,24 % auf 105,25 Punkte und der Rentenmarktindex Rex erhöhte sich um 0,15 % auf 109,50 Zähler. Die Bundesbank hatte die Umlaufrendite mit 5,27 % festgestellt.

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