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Börse Stuttgart-News: 4X report

Yukos-Krise treibt Ölpreis auf Rekordhoch

Yukos-Krise treibt Ölpreis auf Rekordhoch

Der durch staatliche Übergriffe in Schwierigkeiten steckende russische Ölkonzern Yukos (WKN 632319), der 20% der russischen Fördermenge liefert, wurde von den Behörden gezwungen, seine Ölproduktion einzustellen. "Die Angst vor einem Zusammenbruch des Yukos-Konzerns geht um", sagte Sven Nemela, Händler für russische Aktien in Stuttgart. Im Wochenverlauf brach der Aktienkurs um 50% ein und notiert aktuell bei 10,80 Euro. "Hier sollten nur noch Investoren mit ganz starken Nerven engagiert sein", so Nemela.

Ausgelöst durch die Ereignisse in Russland schossen die Ölpreise auf dem New Yorker Terminmarkt auf 43 $ je Barrel. Das ist der höchste Stand seit Einführung des Terminkontrakts 1983. Eine Reihe von Faktoren treibt seit Monaten den Ölpreis hoch. Dies sind insbesondere die hohe Ölnachfrage aus Ländern wie China und Indien sowie die terroristische Bedrohung durch islamistische Organisationen. "Die Marktteilnehmer gewöhnen sich langsam an die hohen Ölpreise und reagieren nicht mehr auf jeden Ausschlag nach oben mit Aktienverkäufen", sagte Frank Lötterle von der Baader Wertpapierhandelsbank AG.

Nach anfänglichen Kursverlusten konnten sich die US-Börsen wieder erholen und schlossen im Wochenverlauf nahezu unverändert. Der Nikkei 225 Index kämpft nach leichten Kursrückgängen mit der 11.000 Punkte-Marke. Ein Tokioter Gericht legte am Dienstag überraschenderweise den Mega-Merger zwischen UFJ Holdings (WKN 632757) und der Mitsubishi Tokyo Financial Group (WKN 657892) auf Eis und untersagte weitere Verhandlungen bis auf weiteres. Während der Kurs von UFJ um 8% nachgab, reagierte Mtfg nur wenig. Auch am japanischen Markt macht sich so langsam die Sommerflaute bemerkbar. "Die Kurse entwickeln sich aufgrund der geringen Umsätze relativ zufällig", resümierte Björn Marten, Händler für asiatische Werte bei der Baaderbank.

Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern Eads (WKN 938914) legte am Donnerstag die Zahlen fürs erste Halbjahr vor. Das Ergebnis übertraf deutlich die Erwartungen der Analysten. Den größten Anteil an den positiven Zahlen hatte wieder einmal der Flugzeugbauer Airbus. Erstmals wird man 2004 den Konkurrenten Boeing bei den Auslieferungen übertreffen. Aufgrund der positiven Zahlen war es nicht verwunderlich dass der Konzern seine Jahreprognose erhöhte. Der Kurs stieg leicht auf 22,80 Euro.

Quelle: boerse-stuttgart AG / Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen (http://www.boerse-stuttgart.de/AGB.htm) der boerse-stuttgart AG.

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