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Börse Stuttgart-News: bonds weekly

Rentenreport der Börse Stuttgart KW 32, 2. bis 6. August 2004

Rentenreport der Börse Stuttgart KW 32, 2. bis 6. August 2004

Ölpreis hält Rentenmarkt auf hohem Niveau

Angesichts der Verunsicherung durch den hohen Ölpreis und der Turbulenzen im Fall Yukos hält sich der Rentenmarkt auf weiterhin hohem Niveau - was sich in einem robusten Bund-Future niederschlägt. Während der Markt bei schlechten Nachrichten derzeit stark nach oben zieht, reagiert er bei guten Nachrichten nur mit moderaten Abschlägen. "Diese Entwicklung ist eher atypisch und zeigt, wie stabil der Markt ist," sagte Sabine Traub, Chefrentenhändlerin an der Börse Stuttgart.

Ansonsten gab es wenig Neuigkeiten, die den Markt in Bewegung hätten versetzen können. Die Bestätigung der Leitzinsen durch die EZB blieb ebenso ohne Auswirkungen wie die Anhebung der Zinsen durch die Bank of England.

Anlegertrends: Corporates machen Kursverluste mehr als wett

Dem Trend zu strukturierten Anleihen fügte die Landesbank Baden-Württemberg (Lbbw) zwei weitere Titel hinzu. Zins und/oder Rückzahlung derartiger Anleihen sind an individuelle Zusatzbedingungen geknüpft. Einer der beiden Lbbw-Titel (Isin DE 000 LBW 1TE 6) startet mit einem Zins von 3,25 % im ersten Jahr und steigert sich dann bis auf 4,00 % im fünften Jahr. Allerdings behält sich hier der Emittent das Recht vor, die Anleihe jährlich zu kündigen. Dieses Risiko bekommt der Anleger mit einem überdurchschnittlichen Zins vergütet.

Weiterhin stehen hochverzinsliche Unternehmensanleihen in der Gunst des Publikums. Hier zählten in der abgelaufenen Woche wieder die Titel von Dürr, Tui und Gildemeister zu den Umsatzrennern. Die Kursverluste der Tui-Anleihe der vorvergangenen Woche wurden inzwischen wieder mehr als wett gemacht. Das Unternehmen hatte über den Erwartungen liegende Zahlen präsentiert, was die Kurse sowohl auf der Anleihen- als auch auf der Aktienseite beflügelt hat.

Neu eingeführt wurden an der Börse Stuttgart je ein niedrigverzinsliches Titel der Eurohypo (A0ay22) und der Südwestbank (A0a3sg), die mit einem Kupon von 2,05 bzw. 2,20 Prozent ausgestattet sind. Beide Anleihen können unter dem Gesichtspunkt der Steueroptimierung interessant sein. Für Anleger mit einer hohen Steuerprogression oder für solche, die ihren Freistellungsauftrag bereits ausgeschöpft haben können diese Anleihen laut Sabine Traub in Frage kommen.

Quelle: boerse-stuttgart AG / Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen (http://www.boerse-stuttgart.de/AGB.htm) der boerse-stuttgart AG.

Für den Inhalt der Kolumne ist allein boerse-stuttgart AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.

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