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Börsen-ABC: Aktienoptionsprogramm

In Deutschland finden Aktienoptionsprogramme seit Mitte der neunziger Jahre zunehmend Verbreitung. Sie verknüpfen einen Teil der Vergütung von Mitarbeitern mit dem wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens.

ddp.vwd FRANKFURT/M. Die Mitarbeiter erhalten das Recht, unter bestimmten Voraussetzungen Aktien des Unternehmens zu einem festgelegten Preis, dem so genannten Ausübungspreis, zu beziehen. Große Unternehmen wie Deutsche Bank, Daimler-Chrysler oder SAP gewähren Optionen nur Vorständen und leitenden Mitarbeitern.

Firmen der "New Economy" erstrecken ihre Aktienoptionsprogramme dagegen vielfach auf weitere Mitarbeiter, gelegentlich auf die gesamte Belegschaft. Sie sind auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen, verfügen aber zunächst nicht über die nötigen finanziellen Mittel, um sie marktüblich entlohnen zu können. In der Regel müssen Mitarbeiter nichts für die gewährten Optionen zahlen. Manchmal dürfen sie am Aktienoptionsprogramm jedoch nur teilnehmen, wenn sie zuvor in einem bestimmten Umfang Aktien des Unternehmens gekauft haben.

Aktienoptionsprogramme sollen Mitarbeiter nicht nur motivieren, sondern sie auch für einen gewissen Zeitraum an das Unternehmen binden. Deshalb kann der Begünstigte die Optionen oft erst nach einer Sperrfrist von mindestens zwei Jahren ausüben. Außerdem können sie erst dann realisiert werden, wenn bestimmte Erfolgsziele erreicht sind. Viele Unternehmen verlangen zum Beispiel eine Steigerung des Börsenkurses zwischen 15 und 30 Prozent oder eine bessere Entwicklung des Aktienkurses zu einem bestimmten branchenspezifischen Index. Oft werden unterschiedliche Erfolgsziele miteinander kombiniert. In der Regel verfällt der Anspruch, wenn der Beschäftigte selbst kündigt.

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