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Börsen-ABC: Goodwill- Abschreibungen

lü Nach dem Beschluss des amerikanischen FASB dürfen Unternehmen, die ihren Jahresabschluss nach den Regeln der US-GAAP aufstellen, die bei Akquisitionen gezahlten Prämien (Differenz zwischen dem Verkehrswert und dem gezahlten Kaufpreis einer Beteiligung) nicht mehr regelmäßig abschreiben. Stattdessen soll der Bilanzansatz zwar Jährlich überprüft (Imparement-Test), und wenn notwendig in Form einer Sonderabschreibung korrigiert werden.

Da Goodwill- Abschreibungen als Aufwand in die Gewinn- und Verlustrechnung eingehen, kann dies unter Umständen zu einem beträchtlichen Gewinnanstieg führen. Dies bedeutet, das bei Unternehmen mit einem hohen Goodwill-Posten in der Bilanz, wie Telekom, Vodafone oder Fresenius Medical bei einer Umstellung auf die US-Standards entsprechende Aufwendungen in Milliardenhöhe wegfallen, und unter dem Strich der Gewinn entsprechend explodieren würde.

Was für akquisitionsfreudige Konzerne, die ihre Rechnungslegung bereits nach GAAP anfertigen, verlockend klingt, könnte sich für andere Unternehmen, deren Rechnungslegung sich an HGB oder IAS ausgerichtet, nachteilig auswirken, befürchten Experten, da sie beim beim Gewinnausweis möglicherweise in einen Wettbewerbsnachteil geraten.

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