Börsen-Flaute
Kommentar: Schwarze Prophezeiungen

Die internationalen Börsen scheinen derzeit kein Halten mehr zu geben. An der Wall Street sind die Kurse auf den tiefsten Stand seit 1998 gefallen, der Deutsche Aktienindex zeigt sich so schwach wie seit zehn Monaten nicht mehr.

Die Lage ist brisant, und sie spitzt sich weiter zu. Normalerweise gelten die Börsen als zuverlässiges Prognoseinstrument für die künftige Konjunktur, doch in der aktuellen Situation droht der Absturz an den Aktienmärkten selbst die Wirtschaftsentwicklung zu bremsen - als sich selbst erfüllende Prophezeiung so zu sagen. Der Kursverfall belastet das Verbrauchervertrauen, wenn sich die Aktionäre dann plötzlich ärmer fühlen, konsumieren sie auch weniger. Mit dem Problem dieses Vermögenseffekts mussten sich bislang vor allem die USA herumschlagen, weil dort weitaus mehr Anleger Aktien halten als in Europa. Doch allmählich zeigen sich auch die Volkswirte auf dem alten Kontinent besorgt - zu Recht.

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