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Börsen holen Verluste vom Vortag auf

Die Börsenbarometer stehen nach den Verlusten vom Vortag zur Zeit in der Gewinnzone.

Eskalierende Gewalt in Israel und Palästina treiben den Preis für das Barrel Öl nach wie vor auf Rekordhöhen. Der bedrohte Weltfrieden und die damit verbundene Angst vor einer verstärkten Ölkrise hatten am Donnerstag die Aktienmärkte nach unten gezogen.



Höhere Ölpreise treiben Produktionskosten für Unternehmen in die Höhe und verringern Konsumentenausgaben und lassen eine mögliche Inflation befürchten. Die Gewinnwarnungen der Saison zeigen bereits, dass schon einige Unternehmen unter den hohen Energiekosten zu knapsen hatten. Wie zum Beispiel heute Union Carbide. Der Chemiekonzern wird die Erwartungen im dritten Quartal voraussichtlich verfehlen. Als Begründung werden die hohen Energiekosten angeführt. Der Gewinn wird den neuen Berechnungen zufolge 20 Cents pro Aktie betragen. Analysten hatten im Durchschnitt mit 57 Cents pro Aktie gerechnet. Der Ölsektor leidet am Morgen unter Gewinnmitnahmen. Noch gestern hatten die Ölwerte ausgezeichnet performt. Exxon gehört zu den größten Dow-Verlierern.



Von den hohen Erzeugerpreisen, die heute Morgen veröffentlicht worden sind, lassen sich Investoren nicht beirren. Dieser Index stieg im September statt um die erwarteten 0,5 Prozent um 0,9 Prozent. Die um die volatilen Bereiche der Energie- und Lebensmittelpreise bereinigte Kernrate übertraf die Erwartungen ebenfalls um 0,2 Prozent. Damit deuten beide Indikatoren auf die Gefahr einer möglichen Inflation. Kein gutes Zeichen für die Börse.



Für eine Entwarnung sorgt jedoch die Entwicklung der Einzelhandelsdaten. Die Umsätze des Sektors stiegen im September statt um die erwarteten 0,6 Prozent um 0,9 Prozent. In Zeiten, in denen der steigende Ölpreis die Unternehmenseinnahmen zunehmend reduziert, könnten somit wenigstens steigende Umsätze die höheren Kosten ausgleichen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen reduzieren wird, rückt somit in die Ferne.



Staranalystin Abby Cohen von Goldman Sachs beruhigt die Gemüter der geplagten Anleger. Nach den Kurseinbußen der vergangenen Zeit sei die Bewertung ausgewogener und wieder attraktiver als zuvor. Cohen bestätigt ihre Prognosen für den S&P 500 Index. Das Börsenbarometer werde bis Jahresende auf 1557 Punkte steigen. In einem Jahr soll der Index bei 1650 Zählern notieren. Für die 500 Unternehmen prophezeit Cohen ein durchschnittliches Umsatzwachstum von acht bis zehn Prozent. Anleger sollten ihr Augenmerk auf Energieanbieter und Finanzdienstleister wie Versicherungen und Banken richten.



Den Nasdaq Index beflügeln mehrere gute Ergebnisse. An erster Stelle des Barometers steht Veritas Software. Die Absatzzahlen des Anbieters von Software für den Bereich Datenspeicherlösungen wurden im dritten Quartal mit 317,2 Millionen Dollar um 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausgebaut. Damit übertraf Veritas die Gewinnschätzungen der Analysten um zwei Cents pro Aktie.



Zweiter Sieger an der Nasdaq ist Juniper Networks. Der Anbieter von Software für Internetlösungen legte gestern Zahlen vor, mit denen die Konsensschätzungen deutlich übertroffen wurden. Juniper konnte seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr mehr als versechsfachen.



Auch Gateway, der zweitgrößte Direktvertreiber von PCs, meldete Zahlen im Rahmen der Erwartungen. Der Gewinn wurde um 35 Prozent auf 152,6 Millionen Dollar oder 46 Cents pro Aktie gesteigert.



Philip Morris bekommt Rückenwind von Goldman Sachs. Das Brokerhaus erhöht das Kursziel um fünf auf 45 Dollar.

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