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Börsen-Rally am Freitag den 13.

Die Amerikaner glauben fest an den Unglück bringenden Freitag den 13, doch dieser vermeintliche Pechtag hat der Börse wieder Glück beschert.

Endlich landeten die Indizes in der Gewinnzone und die Investoren konnten zufrieden ins Wochenende fahren. Gute Quartalszahlen und positiv interpretierte Konjunkturdaten schickten den Bullen aufs Parkett. Der Nasdaq Index konnte den viertgrößten Zuwachs seit seinem Bestehen verbuchen. Das Technologie-Barometer landete auf 3316 Punkten und konnte ganze 7,87 Prozent aufholen. Der Dow kam immerhin noch auf einen Zuwachs von 1,57 Prozent und ging mit 10.192 Punkten aus dem Rennen.



Die Quartalszahlen mehrerer Tech-Unternehmen, die die Erwartungen der Analysten übertrafen, förderten die Börsen-Rally. Zu den Musterkindern gehörte PMC-Sierra. Mit einem bereinigten Gewinn von 31 Cents pro Aktie ließ der Spezial-Chiphersteller die Konsensschätzungen von 26 Cents deutlich hinter sich. PMC-Sierra profitiert von der steigenden Nachfrage nach schnellen Internet-Verbindungen. Die Aktie konnte über 20 Prozent Kursgewinn verbuchen. Auch Juniper Networks, Veritas Software und Gateway legten kräftig zu. Alle Werte hatten die Konsensschätzungen übertroffen und daher die Anleger mit guten Zahlen um den Finger gewickelt. Juniper gewann rund 14 Prozent.



Die Sektoren der Chipwerte, Computer- und Kommunikationshersteller konnten sich von ihren Verlusten vom Donnerstag erholen. Cisco Systems, Oracle und Intel stellten sich am Freitag als Zugpferde des Nasdaq 100 Indexes heraus. Hewlett-Packard, IBM und Intel brillierten im Dow Jones Index.



Der Wall Street Wert Gateway gewann 16 Prozent. Der zweitgrößte Direktvertreiber von PCs meldete Zahlen im Rahmen der Erwartungen. Der Gewinn wurde um 35 Prozent auf 152,6 Millionen Dollar oder 46 Cents pro Aktie gesteigert.



Für die optimistische Stimmung unter den Anlegern sorgten zudem neue Einzelhandelsdaten. Die Umsätze des Sektors stiegen im September statt um die erwarteten 0,6 Prozent um 0,9 Prozent. In Zeiten, in denen der steigende Ölpreis die Einnahmen einiger Unternehmen zunehmend reduziert, könnten somit wenigstens steigende Umsätze die höheren Kosten des Einzelhandels ausgleichen. Gute Umsatzzahlen könnten in den nächsten Quartalen den Unternehmen wieder zu guten Gewinnen verhelfen.



Staranalystin Abby Cohen von Goldman Sachs beruhigte die Gemüter der geplagten Anleger. Nach den Kurseinbußen der vergangenen Zeit sei die Bewertung ausgewogener und wieder attraktiver. Für die Unternehmen des S&P 500 Indexes prophezeit Cohen ein durchschnittliches Umsatzwachstum von acht bis zehn Prozent. Anleger sollten ihr Augenmerk auf Energieanbieter und Finanzdienstleister wie Versicherungen und Banken richten. Das Lob für den Finanzsektor nahmen sich die Investoren zu Herzen, denn J.P. Morgan stand zum Wochenende auf dem Siegertreppchen des Dow Jones Indexes.



Der sinkende Ölpreis sorgten dafür, dass die Ölwerte schwächer tendierten. Am Donnerstag hatte die Branche bei einem Zehnjahreshoch des Rohölpreises noch ausgezeichnet performt, doch am Freitag gehörte Exxon Mobil zu den größten Verlierern des Dow Jones Indexes.



Unter Druck gerieten DoubleClick und Union Carbide. Beide Unternehmen hatten Gewinnwarnungen veröffentlicht. Der Chemiekonzern Union Carbide musste einen Verlust von vier Prozent hinnehmen und der ohnehin schon geschundene Kurs der Online-Werbeagentur DoubleClick steckte eine 32-prozentige Kurs-Schlappe ein.

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