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Börsen schließen gemischt

Die Computerbranche belastete am Mittwoch die New Yorker Börsen. Intel und Hewlett-Packard machen es dem Dow Jones Index schwer, er beendet den Tag bei 11182 Punkten und im Minus. Der Nasdaq Composite Index schafft es seit langem wieder mit 3893 Punkten ins Plus. Investoren fürchten sich vor geringeren Umsatzerwartungen der Computer-Hersteller, der Chipsektor und die Telekommunikations-Branche. "Portfolio Manager laden jetzt ihre Technologieaktien ab", bemerkt ein Marktteilnehmer. Die Angst geht um, die drei Branchen könnten im Oktober nächsten Wochen geringere Quartalszahlen veröffentlichen, als von den Analysten erwartet.

Die Chipwerte bekommen erneuert einen Dämpfer. Nach einer Abstufung des Chipwerts Intel und seines Konkurrenten Advanced Micro Devices leidet der gesamte Sektor. Nach Analystenmeinung belaste geringere Nachfrage und Produktionsprobleme die Branche. Eine Kettenreaktion verursachte SCI. Der Hersteller elektronischer Komponenten warnte am Morgen die Anleger, der Gewinn des ersten Quartals werde die Erwartungen der Analysten nicht erfüllen können. Grund: Geringere Nachfrage bei PCs. Der SCI-Wert stürzt um fast 18 Prozent ab. Außerdem bringt die Nachricht auch andere Branchen ins Straucheln. Hewlett-Packard muss große Einbußen hinnehmen, da SCI ein Hauptlieferant des Computerhersteller ist. Zudem leidet der Hewlett-Packard unter dem 17-Milliarden-Dollar-Kauf eines Teils des Unternehmensberaters Pricewaterhouse der den Anlegern nicht freute. Der Wert verlor rund fünf Prozent und führte so die Verliererliste der Blue Chips an. Auch andere Produzenten elektronischer Komponenten wie Solectron, Flextronics und Sanmina verloren. Gewinner auf der Nasdaqseite waren Dauerbrenner Cisco und Oracle. Auch JDS machte sich gut. Dem Glasfaserhersteller gelang es offensichtlich auf der Analystenkonferenz am Dienstag die Gemüter der Anleger zu beruhigen. Investmenthaus Goldman Sachs bestätigte die Aktie am Morgen erneut auf der Empfehlungsliste. JDS Uniphase konnte gegen den allgemeinen Trend fast zwei Prozent zulegen. Die Elefantenhochzeit zwischen Chase Manhattan und J.P. Morgan sorgte wie erwartet für Kursbewegung im Finanzsektor. J.P. Morgan konnte sich zum Handelsschluss mit zwei Prozent Plus erneuert auf dem Siegertreppchen des Dow behaupten, Chase verliert vier Prozent. Unter den großen Verlierern notierte auch Pharmakonzern Watson Phamaceuticals. Nach einer Gewinnwarnung verlor Watson fast 20 Prozent. Das Pharmaunternehmen schiebt die Verluste auf verschärft Preiskämpfe, erhöhte Betriebskosten und den Ankauf des Unternehmens Schein Pharmaceuticals, den der Konzern erst im August für 754 Millionen Dollar in Aktien und Cash erworben hatte. Eine Schlichtung bei Chiplizenzgeber Rambus und Japans größten Chiphersteller NEC gab dem angeschlagenen Rambus-Wert wieder Aufwind. Die Aktie notierte zu Handelsschluss rund neun Prozent im Plus. NEC wird Rambus in Zukunft Lizenzgebühren für die Nutzung der Rambus-Technologie zahlen. Die Vereinbarung folgt, nachdem zwei Chiphersteller Ende August geklagt hatten, Rambus habe seine Patente unrechtmäßig erworben. Die Aktie war daraufhin unter Druck geraten.

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