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Börsen Wien, Budapest und Warschau wollen Ost-Regionalbörse bilden

Wien/München (dpa-AFX)- Die Börsen Wien, Budapest und Warschau wollen eine gemeinsame Ost-Regionalbörse bilden. Auch Tschechien, die Slowakei und Slowenien sollen sich daran beteiligen.

Wien/München (dpa-AFX)- Die Börsen Wien, Budapest und Warschau wollen eine gemeinsame Ost-Regionalbörse bilden. Auch Tschechien, die Slowakei und Slowenien sollen sich daran beteiligen. Binnen drei Jahren könnte die Ost-Plattform an den Start gehen, sagte der Vorstand der Wiener Börse, Stefan Zapotocky, der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstag).

Auch die Chefs der Budapester und Warschauer Börse machten sich für eine regionale Zusammenarbeit stark. "Wir haben viel mehr mit östlichen Kapitalmärkten gemeinsam als mit Westbörsen", begründete Zapotocky die Pläne. In Österreich und bei seinen osteuropäischen Nachbarn seien die Aktienmärkte ähnlich strukturiert und noch sehr entwicklungsfähig.

Die Börse in Wien bringt es auf eine Marktkapitalisierung von rund 55 Mrd. Euro, Warschau als größter Aktienmarkt Osteuropas auf etwa 37 Mrd. Euro. Prag und Budapest kommen auf jeweils knapp 20 Mrd. Euro und Bratislava sowie Ljubljana auf je acht Mrd. Euro. Diese Werte könnten laut Einschätzung der Wiener Börse nach drei- bis vierjähriger Zusammenarbeit zumindest verdoppelt werden.

Zapotocky will die potenziellen Partner mit drei Strategien für die Zusammenarbeit gewinnen: Alle sollten gleichberechtigt sein, gemeinsames Marketing betreiben und schließlich mit einem Handelssystem eine einzige Plattform bilden. Nach Berechnungen der Wiener Börse dürfte eine Kooperation die Kosten jährlich um etwa 20 Mill. Euro reduzieren.

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