Börsenakteure im Visier
Kodex soll auch für Medien gelten

Der geplante freiwillige Ehrenkodex für Finanzmarktakteure betrifft womöglich mehr Adressaten als bislang angenommen. So sollen sich Journalisten und eventuell auch Öffentlichkeitsarbeiter von Unternehmen einem künftigen Verhaltenskodex unterwerfen.

mhm/tmo BERLIN/DÜSSELDORF. Gestern diskutierten Behörden und Interessengruppen über die Initiative der Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, Margareta Wolf (Grüne). Dabei wurde deutlich, dass die Betroffenen zwar im Grundsatz die Idee eines freiwilligen Ehrenkodex begrüßen, aber die praktische Umsetzung noch umstritten ist. So fordert der Vorsitzende der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA), Fritz Rau, auch Investor-Relations-Manager von Unternehmen in dem Regelwerk zu berücksichtigen. "Gerade am Neuen Markt haben Veröffentlichungen einzelner Unternehmen oft Einfluss auf den Kurs", sagte Rau. Bereits zuvor war bekannt geworden, dass auch Journalisten sich dem Ehrenkodex unterwerfen sollen.

Grundsätzlich richtet sich das künftige Regelwerk an alle, die bei ihrer Berufsausübung Aktienkurse durch öffentliche Äußerungen beeinflussen können. Staatssekretärin Wolf hatte das Projekt im Januar ins Rollen gebracht, um Kurs-Manipulationen zu verhindern. So sieht es auch das Gutachten vor, dass die Wirtschaftsprofessoren Wolfgang Gerke und Rüdiger von Rosen im Auftrag des Wirtschaftsministeriums erarbeitet haben. Das Gutachten ist seit Dienstag im Internet abrufbar. Dokument als PDF-Datei

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