Börsenaufseher gegen Trennung von Beratung und Wirtschaftsprüfung
Gericht will kurzen Prozess gegen Arthur Andersen

Das zuständige Gericht hat den Termin für den Strafprozess gegen die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Arthur Andersen LLP auf den 6. Mai festgesetzt. Mit nur 47 Tagen zwischen Anklage und Prozessbeginn kommt das Gericht Andersen entgegen.

kk NEW YORK. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft argumentiert, dass ihr Überleben von einem schnellen Prozess abhängt. Die Staatsanwälte hatten 70 Tage verlangt, um sich in die komplexe Materie einzuarbeiten und Zeugen vorzuladen. Die zuständige Richterin Melinda Harmon sagte, sie hoffe, dass der Prozess nur drei Wochen dauern werde. Damit wäre der Andersen-Prozess einer der schnellsten Strafprozesse für Wirtschaftskriminalität.

Das Justizministerium hatte vergangene Woche Anklage gegen Andersen erhoben. Es wirft dem Unternehmen vor, im Fall des Energiekonzerns Enron die Justiz behindert zu haben, indem die Prüfer Dokumente vernichtet hätten. In der ersten Anhörung diese Woche hat sich die Wirtschaftsprüfung für nicht schuldig erklärt.

Im Zusammenhang mit den Skandalen über die Bilanztricks von Enron ist in den USA erneut die Diskussion über die Trennung von Buchprüfung und der lukrativen Beratungstätigkeit aufgekommen. Verschiedene Firmen haben angekündigt, dass sie keine Kunden mehr beraten werden, bei denen sie auch die Bücher prüfen.

Der Chef der US-Börsenaufsicht, (SEC), Harvey Pitt sprach sich jedoch diese Woche vor dem Finanzausschuss des Parlaments dagegen aus, Wirtschaftsprüfern zu verbieten, den Kunden auch Beratungsdienste anzubieten: "Die Wirtschaftsprüfer darauf zu beschränken nur Prüfungen zu machen, wird zu schlechteren Prüfungen führen", sagte Pitt.

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