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Börsenaufsicht prüft Insider-Verdacht gegen BMW

Branchenkreise vermuten, es geht um den Verkauf der britischen BMW-Tochter Rover Cars.

Frankfurt/München (Reuters) - Das Frankfurter Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BAWe) prüft nach eigenen Angaben zurzeit einen Insiderverdacht gegen Mitarbeiter oder Personen aus dem Umfeld des Münchener BMW-Konzerns. Es gebe Anhaltspunkte für einen Insidertatbestand "im Zusammenhang mit der BMW-Aktie", sagte eine Sprecherin des Amtes am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Bei den Untersuchungen dürfte es nach Angaben aus Branchenkreisen um den Verkauf der britischen BMW-Tochter Rover Cars Mitte März dieses Jahres gehen. Die Untersuchung kann nach BAWe-Angaben noch mehrere Wochen dauern. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte zwei Tage vor Bekanntgabe der Verkaufspläne bereits vorab ausführlich über das Vorhaben berichtet. Daraufhin war es zu größeren Kursausschlägen bei der BMW-Aktie gekommen. Bei BMW war am Dienstag zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Der Insider-Tatbestand ist nach dem Aktiengesetz erfüllt, wenn Personen, die durch ihre Tätigkeit vor der Öffentlichkeit von Tatsachen erfahren, die Einfluss auf den Aktienkurs haben, ihr Wissen ausnutzen und Aktien kaufen oder verkaufen. Darauf steht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Auch die Weitergabe solcher Informationen wird bestraft. Bei einem konkreten Verdacht darauf müsse die Staatsanwaltschaft eingeschaltet werden, erklärte die BAWe-Sprecherin. Daneben ermittelt das BAWe in der Sache auch wegen eines möglichen Verstoßes gegen die Pflicht zur Ad-hoc-Publizität. An dem fraglichen Tag (16. März) waren Informationen zu dem Rover- Verkauf nach der Aufsichtsratssitzung an die Öffentlichkeit geraten, bevor BMW selbst eine Ad-Hoc-Mitteilung publiziert hatte. Der einen Tag später bekannt gegebene Verkauf der Geländewagensparte Land Rover an Ford war nicht über eine Ad-hoc-Veröffentlichung mitgeteilt worden. Einen Verstoß gegen die Publizitätsvorschriften kann das BAWe selbst mit einer Buße von bis zu drei Millionen DM ahnden. axh/mab REUTERS

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