Börsenchaos
Tage wie dieser

Die Finanzkrise hat die Börse fest im Griff. Warum mutige Anleger in einigen Monaten zu den ganz großen Gewinnern zählen könnten.
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Es verwundert auf den ersten Blick, dass die europäischen Märkte heute Morgen den Einbruch an der Wall Street von gestern Abend nicht nachvollziehen. Ein Minus von fast 4,5 Prozent dort löst im Dax kein Beben, sondern ein moderates Plus aus. Zwei Gründe sind dafür entscheidend: Zum einen ist die Nachrichtenlage von gestern Abend schon wieder ein ganzes Stück weiter. Die Europäische Zentralbank hat heute Morgen 40 Milliarden Dollar an kurzfristigen liquiden Mitteln in den Markt gepumpt. Das bringt zumindest für kurze Zeit ein gewisses Maß an Sicherheit, bevor (vielleicht) die nächste Bombe platzt.

Viel interessanter ist der zweite Punkt: In der ganzen Aufgeregtheit gibt es gerade jetzt auch Institutionen und Großanleger, die diese Phasen nutzen. Die bewusst auf den Ausverkauf gewartet haben und darauf spekulieren, dass in einem solchen Umfeld auch Titel in Mitleidenschaft gezogen werden, die wenig oder überhaupt nichts mit der Krise zu tun haben. Grundsolide Werte wie RWE oder General Electric, Exxon oder Unilever stehen derzeit bei diesen Investoren besonders im Blickpunkt. Weil diese Unternehmen heute so gut dastehen wie vor Wochen und weil sie ein nachvollziehbares und berechenbares Geschäft haben. Das nur zu einem günstigeren Preis als noch vor Wochen.

Tage wie der heutige werden in einigen Monaten als diejenige gelten, an denen nicht nur sehr viel Geld verloren, sondern auch sehr viel Geld gewonnen wurde.

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