Börsendebut von Orange
Europäische Börsen überwiegend leichter

Reuters FRANKFURT. Die europäischen Börsen haben am Dienstag überwiegend leichter tendiert. Händler begründeten die Tendenz mit einem zögerlichen Verhalten der Anleger vor der erwarteten Anhörung des US-Notenbank-Präsidenten Alan Greenspan vor einem US-Kongressausschuss. Von ihr versprechen sich die europäischen Händler Hinweise auf eine mögliche weitere Leitzinssenkung zur Stimulierung der amerikanischen Konjunktur, die nach mehrheitlicher Einschätzung nicht ohne Auswirkungen auf die europäischen Börsen bleiben werde. Thema an verschiedenen Märkten war auch das Börsendebut der Mobilfunktochter von France Telecom, Orange, was nach Händlerangaben etwas enttäuschte.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz fiel um 0,13 % auf 4 402,54 Zählern, der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) rutschte um 0,18 % auf 4 619,04 Stellen.



London: Amoco und Orange drücken FTSE-Index

An der Londoner Börse ist der FTSE-100-Index bis zum Mittag um 0,25 % auf 6 225,9 Punkte gefallen. Händlern zufolge drückten vor allem BP Amoco und Orange den Index. BP Amoco verlor rund 2,2 %. Nachdem die France Telecom-Tochter nicht so stark wie erwartet überzeichnet war, gaben auch die britischen Telekommunikationswerte deutlich nach. Der Vodafone -Kurs verlor 3,2 %, British Telecom 2,8 %.

Zürich: Elektrokonzern ABB verliert

Die Schweizer Börse hat sich am Dienstag nach anfänglichen Gewinnen leichter gezeigt. Der SMI tendierte gegen Mittag um 0,26 % niedriger bei 7873,2 Punkten. Im Mittelpunkt standen die Titel des Elektrokonzerns ABB . Sie verloren aufgrund schlechterer Geschäftszahlen in den ersten Handelsstunden über sechs Prozent auf 146,50 sfr. Händler wollten weitere Abgaben vor allem im späteren Geschäft nicht ausschließen. Entgegen dem Markttrend konnten Finanztitel zulegen. Dabei fiel besonders Zurich auf, die nach Tagen mit größeren Verlusten 1,85 % auf 825 sfr zulegen konnten. Kaum verändert zeigten sich die Schwergewichte Nestle, Novartis und Roche.



Orange drückt die Stimmung in Paris

In Paris präsentierte sich die Börse leichter als am Vortag. Der CAC-Index für die 40 größten Unternehmen fiel um 0,16 % auf 5 750,13 Zähler. Die Verluste sind nach Händlerangaben vor allem auf das leicht schlechter als erwartet ausgefallene Handelsdebut von Orange zurückzuführen. Die Mobilfunk-Tochter der France Telecom war nur 2,6 mal überzeichnet und damit geringer als erwartet, sagte ein Händler. Nach anfänglichen Verlusten konnte sich die Anteilsscheine der France Telecom dennoch wieder erholen. Um mehr als ein Prozent zulegen konnte das Schwergewicht Alcatel zulegen.



Mailand: Telekom-Werte belasten Mib30-Index

Im Mailänder Aktienhandel gaben die Titel durchschnittlich 0,96 % ab. Bis gegen Mittag verlor der MIB30-Index 399 auf 42 795 Punkte. Händler sagten, das schwache Orange-Debut in London und Paris habe auch die italienischen Telekom-Werte belastet. Die Olivetti -Gruppe verlor 2,13 %, Telekom Italia 1,64 % und TIM gab 2,21 % nach.

Madrid: Fusionsgerüchte beflügeln Telefonica

An der Madrider Börse verlor der Ibex-Index 0,64 % auf 10 032,7 Punkte. Beflügelt wurde der Kurs der Telefonica-Aktien, nachdem deren Internet-Tochter Terra Lycos erneut in Zusammenhang mit der TPI Paginas Amarillas gebracht wurde. Einem Zeitungsbericht des "Wall Street Journal" zufolge wolle Telefonica die beiden Firmen fusionieren. Telefonica stieg um 1,4 % auf 9,84 Euro.

Leichter Anstieg des AEX-Indexes in Amsterdam

An der Amsterdamer Börse sind die Kurse am Dienstag durchschnittlich um 0,9 % gestiegen. Der AEX-Index kletterte damit auf 624,35 Punkte. Gegen den Markttrend geriet der Chiphersteller ASM International nach einer Gewinnwarnung unter Druck. Das Unternehmen hatte zuvor angekündigt, dass die Umsätze 2001 stagnieren werden. Die sehr volatilen Papiere der Datennetzwerkfirma Versatel stiegen um 4,5 %.



Ruhiger Handel in Wien

An der Wiener Börse ist der ATX-Index um 0,37 % auf 1 167,11 Punkte gestiegen. Nach Angaben von Händlern werde vor der Anhörung des US-Notenbankchefs Alan Greenspans der ruhige Handel anhalten. Kursgewinner am Dienstag war CyberTron mit 5,20 Euro nach 5,01 Euro am Vortag. Die höchsten Verluste musste EVN wegstecken, die nur noch 32,14 Euro nach 32,40 Euro erreichten.



Brüssel: BEL20-Index steigt gut behautet

In Brüssel präsentierte sich der Bel20-Index und stieg um 0,05 % auf 3 000,27 Punkte. Große Bewegungen wies Händlern zufolge der Bankbereich auf. Während Fortis B 0,96 % auf 32,88 Euro verlor, konnte KBC Bancasurrurance zulegen. Bereits am Vortag hatte Fortis 1,22 % abgeben müssen. Von den starken Verlusten am Montag konnten sich die Papiere des Software-Herstellers Ubizen erholen, die über vier Prozent an Wert gewannen.



Stockholm: OMX bei dünnem Volumen fast unverändert

Die Stockholmer Börse tendierte gegen Mittag nahezu unverändert. Der OMX lag bei 1 023,13 Zählern und damit 0,11 % im Minus. Das Volumen ist nach Händlerangaben sehr dünn gewesen. Enttäuscht zeigten sich die Analysten besonders von den schwachen Geschäftszahlen des Industriekonzerns ABB. Um neun skr auf 289 sKr legte das Schwergewicht Nokia zu.

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