Börsengänge
Zwischenruf: Déjà vu

Zuerst das Kursdebakel am Neuen Markt, dann der enttäuschende Börsenstart des Hoffnungsträgers Fraport. Und nun ist es der Rückzieher der verbrauchernahen und sogar profitablen Restaurantkette Nordsee, der erneut Böses ahnen lässt: Bei den Neuemissionen geht nichts mehr. Wer erst mit dem Überraschungserfolg der Emissions-Maschine Neuer Markt die Börsenwelt für sich entdeckt hat, rauft sich die Haare: Was tun, wenn niemand mehr neue Aktien kaufen will? Alte Hasen dagegen lehnen sich gelassen zurück: Alles schon mal da gewesen!

Anfang der neunziger Jahre erlebte das Neuemissions-Geschäft einen monatelangen Käuferstreik. Erst der Börsenkandidat Elektra-Beckum brachte den Stein 1993 wieder ins Rollen - nicht zuletzt dank einer sehr bescheidenen Bewertung. Zwar war der damaligen Kaufabstinenz kein Aktienboom vorangegangen. Doch der damals rettende Börsenneuling kann sich in Sachen Pleiten, Pech und Pannen durchaus mit mancher Firma des Wachstumssegments messen. Denn einem teuren Abenteuer in den USA folgten Gewinnwarnung und Sanierungspläne. Auch das Ende vom Lied wird am neuen Markt wohl noch öfter zu hören sein: Der Meppener Holzbearbeitungsmaschinenfabrikant gehört inzwischen seinem Konkurrenten Metabo.

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