Börsengang bleibt weiterhin ein Thema
Banken übernehmen Mehrheit an Madaus

Der Kölner Naturarzneimittelhersteller Madaus AG geht mehrheitlich in den Besitz eines Konsortiums, das aus der WestLB, Landesbank Rheinland-Pfalz und Kreissparkasse Köln sowie der DIC Holding besteht.

agr KÖLN. Während die Familie Madaus nach Informationen aus Bankenkreisen nur noch knapp 30 % der Firmenanteile hält, verfügt das Konsortium nun über 50,2 %. Weitere 20 % liegen bei dem Düsseldorfer Unternehmensberater Walter Droege, der als Sanierer geholt worden war. Diese Anteile werden ebenfalls von der Droege-Gesellschaft DIC Holding gehalten.

Die rund 30 Madaus-Erben wollten die Firma 1997 an die Börse führen, mussten dann aber feststellen, dass Madaus kein Börsenkandidat, sondern ein Sanierungsfall war. Die Familien nutzten daher die Ausstiegsmöglichkeit.

Jetzt ist das Unternehmen offenbar auf dem Weg der Besserung. Die Banken verstehen sich als reine Finanzinvestoren und "Partner auf Zeit". Neben dem Gang an die Börse wird auch der Verkauf an einen Pharmakonzern nicht ausgeschlossen.

Madaus-Vorstand Arno Henkel sagte dem Handelsblatt, dass das Unternehmen 2000 einen "relativ hohen zweistelligen Millionengewinn" erzielt habe. 1999 belief sich der Verlust wegen hoher Sanierungskosten auf eine ähnliche Summe. Der Konzern baute über 300 Arbeitsplätze ab. Heute zählt Madaus 1350 Beschäftigte.

Der Umsatz werde 2001 um 8 bis 10 % auf 600 Mill. DM steigen. Geplant sei eine operative Umsatzrendite von über 10 %, sagte Henkel. Madaus strebe die Marktführerschaft in der Naturarzneimittelnische an. Dafür muss der Wettbewerber Schwabe in Karlsruhe mit einem Umsatz von 700 Mill. DM überholt werden. Im Sommer hat Madaus bereits die Fürther Dr.-Hetterich-Gruppe übernommen. Weitere Käufe sind geplant.

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