Börsengang der Tochter Vivascience noch nicht zu Akten gelegt
Sartorius bleibt trotz Einbußen zuversichtlich

Der Göttinger Laborgerätehersteller Sartorius hat im ersten Quartal 2003 leichte Einbußen bei Umsatz und Auftragseingang verzeichnet. Dennoch bleibt der Vorstand bei seinem Ausblick für das Gesamtjahr zuversichtlich.

Reuters HANNOVER. Vor allem die einzige im Vorjahr gewachsene Konzernsparte Biotechnologie werde auf Grund der zu erwartenden guten Geschäfte in der zweiten Jahreshälfte für einen Umsatzzuwachs sorgen, teilte der Vorstand am Dienstag mit. In den ersten drei Monaten ging dagegen der Umsatz um 4 Prozent auf 107 Mill. Euro zurück, der Auftragseingang verringerte sich um knapp 2 Prozent auf gut 115 Mill. Euro.

Vor allem Kostensenkungen sollen das operative Ergebnis weiter steigern und den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Gesamtjahr auf elf (Vorjahr um Einmaleffekte bereinigt: 5,2) Prozent des Umsatzes erhöhen, kündigte der bisherige Finanzvorstand und neue Sartorius-Chef Joachim Kreuzburg an. Der Großteil der Einsparungen von zehn Millionen Euro solle durch den Abbau von Personal erreicht werden. Der Vorstand verhandele derzeit mit dem Betriebsrat, sagte Kreuzburg. Medienberichte, wonach allein am Hauptsitz rund zehn Prozent der 1 800 Stellen betroffen seien, wollte er nicht kommentieren. Kreuzburg löst zum 1. Mai Utz Claassen ab, der an die Spitze des Energiekonzerns EnBW wechselt.

Im Vorjahr hatte Sartorius bei einem Umsatzplus von 6 Prozent auf 476,5 Mill. Euro infolge der Einmalaufwendungen ein leicht rückläufiges Ebit von 13,5 Mill. Euro ausgewiesen. Der Nettogewinn stieg um 33 Prozent auf 4 Mill. Euro. Die Dividende für 2002 soll wie im Vorjahr 0,24 Euro je Stammaktie und 0,26 Euro je Vorzugsaktie betragen.

Die Pläne für den wiederholt wegen der Flaute auf den Finanzmärkten aufgeschobenen Börsengang der Biotech-Tochter Vivascience sind nach den Worten des scheidenden Vorstandschefs Claassen nicht zu den Akten gelegt. Anders als im Vorjahr, als ein Börsengang für 2002 in Aussicht gestellt wurde, nannten aber weder Claassen, der auch künftig im Aufsichtsrat Vivascience sitzen wird, noch Kreuzburg einen Zeitpunkt für das Vorhaben. Die Sartorius-Aktie notierte am Dienstagnachmittag unverändert auf 7 Euro.

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